Falsche Zahlen zu Sonnenstrom

Leserbrief zu "Enormer Nachholbedarf für Photovoltaik in Österreich"

Sehr geehrte Redaktion!

Zur falschen Darstellung der Photovoltaik in Österreich von Herrn Willfurth im aktuellen Artikel ‘Enormer Nachholbedarf für Photovoltaik in Österreich’ nimmt der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) wie folgt Stellung:

Wir schreiben das Jahr 2015: Die Angabe, dass Österreich weniger als 1 % Solarstrom am Netz habe, gilt bestenfalls für das Jahr 2012. Bereits 2013 wurde (Marktstatistik 2014, BMVIT) mit 626 MW PV-Leistung ein Anteil von 1,1 % des österreichischen Stromverbrauches durch PV-Anlagen gedeckt. Genauso falsch ist die Behauptung die Zuwachsrate von 2014 sei nur 40 % des Vorjahreswertes. Es sei zu berücksichtigen dass im relativen Superjahr 2013 noch der Abbau der Warteliste aus dem alten Ökostromgesetz durchgeschlagen hat. Für das Jahr 2014 werden ca. 140 MW – oder mehr – Zubau erwartet. Richtig ist, dass für 2015 ein zusätzlicher Anstieg zu erwarten ist.
Ebenso nicht erkennbar ist eine österreichweite Verkomplizierung der Antragsverfahren. Vielmehr bemühen sich einige Bundesländer sehr um echte Verwaltungsvereinfachungen. Dies gilt auch für Klimafonds und OeMAG.

Bisher haben vorwiegend Gegner der Photovoltaik zur Desinformation gegriffen und wir hoffen mit diesem Hinweis zu erreichen, dass die eigene Branche, offensichtlich aus strategischem Kalkül, zukünftig korrektes Zahlenmaterial verwendet.


Mit besten Grüßen
Hans Kronberger, für den Bundesverband Photovoltaic Austria


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