© Pucher/ Nicole Propp Grenn Care Osterreich
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Green Care WALD bietet neue Wege

Studie zeigt positiven Einfluss des Waldes auf die Gesundheit der Menschen auf

© Pucher/ Univ.Prof.Dr. Arne Arnberger, BOKU
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© Pucher/ Mag. Petra Isabella Schwarz mit Folder Green Care Zeitung
© Pucher/ Mag. Petra Isabella Schwarz mit Folder Green Care Zeitung
© Pucher/ DI Gerhard Mannsberger, Lebensministerium
© Pucher/ DI Gerhard Mannsberger, Lebensministerium
© Pucher/ DI Johann Zöscher, Dir. Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach des BFW
© Pucher/ DI Johann Zöscher, Dir. Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach des BFW
© Pucher/ Podiumsdiskussion
© Pucher/ Podiumsdiskussion
© Pucher/ Dr. Ilka Trittenwein Schulärztin und Psychotherapeutin und DI Thomas Schenker GF ARGE Wechesforst  präsentieren WALDProjektwochen aus ärztlicher Sicht
© Pucher/ Dr. Ilka Trittenwein Schulärztin und Psychotherapeutin und DI Thomas Schenker GF ARGE Wechesforst präsentieren WALDProjektwochen aus ärztlicher Sicht
© Pucher/ Greencare Wald / Tagung in Ossiach
© Pucher/ Greencare Wald / Tagung in Ossiach

Ossiach- Wald, was verbinden wir damit? Der Wald ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, gleichzeitig ist er Erholungsraum. Aber da ist noch mehr: Der Wald ist gut für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen, wie nun wissenschaftlich belegt wurde. Eine neue Studie zur "Gesundheitswirkung von Waldlandschaften’ zeigt, dass sich der Aufenthalt im Wald positiv auf die psychische, physische und soziale Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt. Die Studie wurde von der Universität für Bodenkultur Wien gemeinsam mit dem Public Health Institut der Medizinischen Universität erstellt.

Mit der Unterstützung der neuen Initiative Green Care Wald will das Land - und Forstwirtschaftsministerium dazu beitragen, dass die vielfältigen Möglichkeiten, die der Wald für den Menschen anbietet, nun verstärkt genützt werden. Die Tagung ‘Green Care WALD - Was der Wald zum Wohlbefinden beitragen kann’, die vor kurzem in der forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach stattfand, stellte dieses Thema in den Mittelpunkt.

Green Care, das sind Dienstleistungen und Projekte, die in Kooperation mit Sozialträgern und Institutionen auf land- und forstwirtschaftlichen Betrieben angeboten werden - zur Förderung von Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Zielgruppen von Green Care sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Burn-out Syndrom, Langzeitarbeitslose, ältere Menschen aber genauso Kinder und Jugendliche. Auch Projekte für Menschen mit Ernährungsproblemen oder Integrationsschwierigkeiten werden angeboten.

International ist Green Care bereits seit Jahrzehnten etabliert, etwa in den Niederlanden. In Österreich wurden vor drei Jahren die ersten Green Care Projekte im Bereich der Landwirtschaft gestartet.


Green Care WALD versteht sich als Plattform, um interessierten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern, die Möglichkeit zu bieten, ihren Wald für Erholungssuchende entsprechend zu öffnen. Generell soll ein offenes modulares System angeboten werden, das sich je nach Notwendigkeit an neue Zielgruppen anpassen kann.


Für die Betriebe bietet Green Care neue Einkommenschancen. Grundvoraussetzung ist immer, dass dem Bauer oder der Bäuerin das soziale Engagement ein Herzensanliegen ist. ‘Green Care bildet die ideale Brücke zwischen Land- und Forstwirtschaft und Bevölkerung, zwischen Mensch, Tier und Natur", betont dazu Bundesminister Andrä Rupprechter.


Vielfältige Herausforderungen


Österreich hat sich einer Reihe von ökologischen, soziodemographischen und medizinischen Herausforderungen zu stellen. So fühlt sich bereits jede vierte Österreicherin und jeder vierte Österreicher von Burn-out bedroht, eines von drei elfjährigen Kindern in Wien ist übergewichtig, im Jahr 2020 wird ein Viertel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein.


Mit diesen Herausforderungen beschäftigt sich die Studie zur Gesundheitswirkung von Waldlandschaften. Ziel war die systematische Suche und Aufarbeitung wissenschaftlicher Literatur zum Thema Wald, Gesundheit und Wohlbefinden.

Demnach können bereits kurze Aufenthalte im Wald zu Erholung führen und Stressbelastung, Müdigkeit und Erschöpfung verringern. Eine besondere Wirkung zeigt sich bei Frauen und chronisch Stressbelasteten. Die physische Gesundheit betreffend konnte eine Stärkung der Immunabwehr und eine Verbesserung der Schlafqualität nachgewiesen werden.

GastautorIn: Wolfgang Pucher für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / holler /