© WAVE- Große Freude bei den Gewinnern der WAVE 2012
© WAVE- Große Freude bei den Gewinnern der WAVE 2012

Einziges Österreich-Team gewinnt Europas größte Rallye für E-Fahrzeuge

Von Wien nach Genua, über Basel, Strasbourg, Osnabrück, Harlingen nach Amsterdam und wieder retour nach Niederösterreich.

© WAVE - Manfred Hillinger freut sich über den Sieg
© WAVE - Manfred Hillinger freut sich über den Sieg
© WAVE- Das österreichische Team
© WAVE- Das österreichische Team

Die Streckenlänge der Rallye betrug rund 2.700 km, inkl. An- und Rückfahrt insgesamt 5.000 km rein elektrisch durch 5 europäische Staaten. Von 8.9. bis 22.9.2012 legte Manfred Hillinger aus Sommerein mit seinem Co-Piloten Andreas Ranftl, Fa. Luxbau aus Hainfeld, diese Strecke mit einem Tesla Roadster zurück.



Die WAVE (Abkürzung für World Advanced Vehicle Expedition) ist Europas größte und längste Rallye für E-Fahrzeuge. Der Schweizer Solarpionier Louis Palmer und sein Team hatten sich dieses Jahr die Durchquerung Europas von Süden nach Norden zum Ziel gesetzt.

An mehreren Stationen pro Tag wurden die 18 teilnehmenden Fahrzeuge im Rahmen von Events präsentiert und die Zukunft der Mobilität mit den interessierten Besuchern diskutiert. Die Teams hatten bei dieser Rallye diverse Aufgaben und Sonderprüfungen zu bewerkstelligen, mitunter auch mit sportlichem Charakter, wie z. B. effizientes Fahren, Beschleunigung auf 50 m oder eine klassische Schnitzeljagd. Zusätzlich wurden die Fahrzeuge von unabhängigen Jurys nach Design, Beliebtheit oder Bequemlichkeit bewertet.

Am Ende kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem österreichischen Tesla und dem deutschen Muskelhybrid-Dreirad TWIKE . Schließlich teilten sich beide punktegleich den 1. Rang. Am 2. Platz landete ein weiteres TWIKE und den 3. Platz machte das Team E-Wolf mit seinem Elektro-Bus.


Die WAVE 2012 zeigt sehr eindrucksvoll, was die Elektrofahrzeuge der heutigen Zeit bereits leisten können, vom Bastlerfahrzeug des französischen oder des tschechischen Teams, bis hin zu Serienfahrzeugen von Renault, Citroen, Nissan oder von German E-Cars. Der tägliche mobile Alltag ist weit einfacher damit zu bestreiten, als eine zweiwöchige Rundfahrt durch Europa, das scheint fix.

Alle Teilnehmer waren übrigens verpflichtet, ihren verbrauchten Strom während der Tour zu Hause ausschließlich mit erneuerbarer Energie ins Stromnetz einzuspeisen. Somit wurde weder Atom- noch Kohlestrom geladen. Auf der gesamten Fahrt verbrauchte der Tesla Strom im Wert von 170 Euro. Mit einem Benziner oder Diesel wäre man im Vergleich dazu mit 2,5-mal volltanken bereits nach einem Drittel der Strecke liegen geblieben. Die Zukunft der neuen Mobilität ist bereits Realität - leiser, sauberer, sparsamer.

Voraussichtlich im Juni 2013 führt die Wave in 9 Tagen von Wien aus quer durch Österreich, über die Alpen nach Genf. Wer sich für diese Tour schon mal ein Ticket als Elektrofahrer oder Beifahrer reservieren möchte, findet Infos und Kontakt unter www.wave2012.net.

Den Blog und Bilder des Österreich-Teams zur WAVE 2012 gibt es zum Nachlesen unter www.teslafahren.at .

GastautorIn: MH für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / holler /