Greenpeace errichtet Eis-Mahnmal für den Schutz der Arktis
16.7.2012Eisbär-Eisskulptur am Wiener Karlsplatz symbolisiert das Abschmelzen der Arktis
Greenpeace errichtet heute am Karlsplatz in Wien ein Mahnmal für die Arktis. Eine drei Meter hohe Eisskulptur in Form eines Eisbären symbolisiert das drastische Abschmelzen seines Lebensraums, der durch den Klimawandel sowie die Profitgier internationaler Öl- und Fischereikonzerne massiv bedroht ist. Gemeinsam mit prominenter Unterstützung kämpft Greenpeace deswegen weltweit für den Schutz der Arktis und fordert die Errichtung eines internationalen Schutzgebietes, in dem industrielle Fischerei und Ölbohrungen verboten sind. "Die Zukunft der Arktis droht dahin zu schmelzen. Das Gebiet um den Nordpol muss zum internationalen Schutzgebiet erklärt werden bevor es zu spät ist", so Greenpeace Sprecherin Karin Scholz. Über 800.000 Menschen weltweit - darunter Paul McCartney, Robert Redford oder Penelope Cruz - haben die Greenpeace-Arktis-Petition unter www.SchuetztDieArktis.at bereits unterzeichnet.
"Keine Erdregion ist so massiv vom Klimawandel betroffen wie die Arktis. Arktischen Tierarten wie Eisbär, Narwal und Walross droht das Aussterben und gleichzeitig ist der Lebensraum von rund vier Millionen Menschen massiv gefährdet", erklärt Greenpeace-Sprecherin Karin Scholz. Laut wissenschaftlichen Studien hat sich das Volumen des "ewigen Eises" am Nordpol seit 1979 bereits um 75 Prozent verringert. ExpertInnen befürchten, dass der Nordpol durch die steigende Erderwärmung bereits im Jahr 2020 eisfrei sein wird. Das zurückgehende Packeis macht es der Fischerei- und Ölindustrie leichter in die Region vorzudringen - allen voran Ölkonzern Shell, der in den nächsten Tagen mit Probebohrungen in arktischem Gebiet beginnen will. Etwa 90 Milliarden Barrel Öl werden unter der Eiskappe am Nordpol vermutet. Eine Menge, die den weltweiten Ölbedarf für einen Zeitraum von nur etwa drei Jahren decken würde. "Ölbohrungen in der Arktis sind unverantwortlich gegenüber diesem sensiblen Ökosystem. Jeder Öl-Unfall in der Arktis wäre eine unermessliche Katastrophe für Mensch und Natur", so Scholz.
Am Wiener Karlsplatz rufen Greenpeace-Aktivisten rund um das Mahnmal deshalb in den nächsten Tagen zum gemeinsamen Schutz der Arktis auf. Während die Greenpeace-Schiffe "Arctic Sunrise" und "Esperanza" in der Arktis im Einsatz sind, haben weltweit bereits über 800.000 Menschen die Petition für das Schutzgebiet unterschrieben. "Die Menschheit braucht die Arktis als 'Kühlschrank der Erde' und die Arktis braucht dringend Menschen, die sie schützen. Es zählt jede einzelne Stimme, die gemeinsam mit Greenpeace zum Schutz dieses fragilen Lebensraums aufruft", appelliert Greenpeace-Sprecherin Karin Scholz.
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Weitere Infos: Greenpeace Österreich
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