Windenergieausbau voll im Gang
23.6.2012Der Ausbau der Windenergie ist vielerorts in Ostösterreich sichtbar - am Tag des Windes ist das aus nächster Nähe zu sehen
An vielen Orten in Ostösterreich sind die Bau-, Kran- und Transportunternehmen unterwegs, um die Windraderrichtungen voran zu treiben. Gestern konnte die W.E.B-Baustelle in Dürnkrut-Götzendorf besichtigt werden.
Im Moment sind Kranfirmen in Österreich gut ausgelastet. An vielen Orten in Niederösterreich und dem Burgenland sind die gelben Kräne von Prangl und die blauen Kräne von Felbermayr zu sehen. In Wagram (St. Pölten) wird gerade ein Windrad der Betreiberfirma Ökowind fertig gestellt. In Dürnkrut-Götzendorf sind die Vorbereitungen für die Errichtung der Windräder voll im Gang. Im Rahmen des Tag des Windes kann am heutigen Tag die Baustelle des Windparkbetreibers W.E.B besichtigt werden. Fünf Anlagen des Herstellers Vestas werden derzeit an diesem Standort errichtet. Direkt nebenan sind zur gleichen Zeit vom Betreiber Windkraft Simonsfeld fünf Windräder des Herstellers REpower in Vorbereitung. Bereits im Sommer werden die zehn Windräder mit einer Gesamtleistung von mehr als 20 MW sauberen Windstrom liefern.
Zwtl:Windkraft ist heimische Wertschöpfung "Ein einziges Windrad bringt heimische Wertschöpfung von 1,4 Mio. Euro während des Baus der Anlage und weitere 3,4 Mio. Euro während dessen Betrieb", erklärt Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. In Summe werden im heurigen Jahr 330 MW Windkraftleistung ans Netz angeschlossen. 520 Mio. Euro heimische Wertschöpfung werden durch diesen Ausbau erwirtschaftet. Die erzeugte Strommenge entspricht einem Drittel der bestehenden Windkraftleistung. Beinahe 200.000 Haushalte können allein durch den heurigen Ausbau mit Windstrom versorgt werden. "In Summe werden die 1.430 MW Windkraftleistung weit mehr als 800.000 Haushalt versorgen, was fast einem Viertel aller österreichischen Haushalte entspricht", freut sich Moidl.
Der weitere Windkraftausbau wird in der kommenden Woche entschieden
Das Ökostromgesetz 2012 tritt Anfang Juli in Kraft. Die für dieses Gesetz notwendige und vom Wirtschaftsminister vorgelegte Einspeisetarifverordnung wird gerade zwischen den Ministerien verhandelt. "Fallen die Einspeisetarife zu niedrig aus, wird es wieder zu einem Ausbaustillstand kommen", erklärt Moidl und fordert abschließend: "Daher bedarf es nun der Erlassung von adäquaten Einspeisetarifen auch auf Grundlage des neuen Ökostromgesetzes 2012."
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Weitere Infos: IG Windkraft
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