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Die große Krise

19.5.2012
Eine dringend notwendige Ergänzung zur Ansichtssache vom 13. 1. von Fritz Mondl

Im Jänner habe ich die Verlierer (das europäische und amerikanische Volk) und die Gewinner (die international agierende Wirtschaft) der Krise benannt.

Völlig außer acht gelassen habe ich aber die fragwürdige Rolle Chinas.

Dieses Land und sein System sind gerade dabei, mit seinen unglaublichen Ressourcen an billigen Arbeitskräften und fatalerweise auch noch an sogenannten Seltenen Erden die Welt unter sein Joch zu kriegen.

Und alle spielen bisher mit, in Europa schläft man - abgelenkt von der Griechenland-Kreise selig weiter.
Man könnte sich sogar Chinesische Finanzhilfe für Griechenland vorstellen.

Dabei droht nicht aus Griechenland oder den übrigen PIGS-Staaten die größte Gefahr für Europa, sondern viel länger schon aus CHINA. Anfangs war es ja unsere Großindustrie, die dort tolle Geschäfte gemacht hat, ganze Fabriken und Kraftwerke dorthin verkauft hat, später von dort billige Konsumgüter importiert hat, sich damit Wettbewerbsvorteile gegenüber der hier gebliebenen,
mittelständischen Wirtschaft verschafft hat.

Damit sind natürlich in Europa und USA die Löhne nicht mehr gestiegen - seit vielen Jahren nicht mehr.

Ergebnis ist, wir konsumieren wie die Süchtigen fast nur mehr von dem billigen, oft auch gesundheitsschädlichen Ramsch aus China. Damit wird automatisch der Europäische Wirtschaft zunehmend das Wasser abgegraben, und ein Teufelskreis nach unten eröffnet.

Wenige Aufträge für die heimische Wirtschaft - weniger Personal, geringere Löhne, wenig Nachfrage, mehr Arbeitslose -für den Staat weniger Steuern, höhere Ausgaben für die Arbeitslosen, hohe Defizite - für die Banken zuhause weniger Geschäfte, geringere Spannen, Druck zu tollen, risikoreicheren, hohe Rendite versprechenden Geschäften - Riesenpleiten - daher wieder für den Staat Rettung der Banken, Sparpakete, noch weniger Steuern, noch höhere Defizite kein Geld für Investitionen.

Das erste Übel ist, wie oben schon benannt, CHINA, das seinen Markt abschottet, sein Volk und die Natur ausbeutet, unglaublichen Dollarüberschuss angehäuft hat, und die ganze Welt zusätzlich mit seiner Währungspolitik geißelt. Dollar hoch - Renminbi nieder.

Das zweite Übel, ist die Freihandelspolitik, die es Europa und USA bisher scheinbar unmöglich macht, seine Wirtschaft vor diesem unlauteren Wettbewerb zu schützen.

Die USA beginnen scheinbar umzudenken - Zölle für chinesische Solarzellen.
In Deutschland ist es schon zu spät - dort sind die Solarunternehmen schon untergegangen.

Tausende Arbeitsplätze weg - Teufelskreis siehe oben.

Artikel teilen: GastautorIn: Fritz Mondl für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / sigmund /

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