Bild: © Global 2000

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Französische Präsidentenwahl bringt Vorentscheidung über Zukunft der Atomenergie

5.5.2012
Einstieg in den Atomausstieg, wenn Sarkozy verliert

Die Entscheidung über den nächsten französischen Präsidenten am Sonntag könnte auch eine Weichenstellung für den Einstieg in den Atomausstieg der bisher stärksten Atom-Nation der Welt bringen und für Oberösterreichs Ökoenergieunternehmen einen großen neuen Markt vor der Haustür entstehen lassen und neue grüne Jobs in OÖ schaffen. Frankreich besitzt mit 78 Prozent den weltweit höchsten Anteil an Atomstrom. Diesen wird es schrittweise auf 50 Prozent verringern, falls Hollande die Wahl gewinnt und der Atomlobbyist Sarkozy abgewählt wird. Dies wurde in einem rot-grünen Wahlpakt festgeschrieben.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Derzeit ist Frankreich innerhalb der EU der stärkste Unterstützer der Pro-Atom-Länder Tschechien und Großbritannien, die so wie Sarkozys Frankreich sogar AKW-Neubauten verwirklichen wollen. Ein Ende der Präsidentschaft Sarkozys würde daher die Atomlobby in der EU massiv schwächen und uns Atomgegner massiv stärken."

Ein schrittweiser Ausstieg Frankreichs würde aber auch zu umfassenden Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energieträger führen. Vorrangig zum Beispiel durch einen schrittweisen Ausstieg aus den 700.000 Elektrodirektheizungen in Haushalten. Da Oberösterreichs Biomasseheizkesselproduzenten als Weltmarktführer schon heute 9 von10 in Frankreich installierten Biomasseheizkessel liefern, könnten so ein großer neuer Markt für grüne Technologien aus Oberösterreich unmittelbar vor unserer Haustür entstehen. Mit enormen Chancen für neue grüne Arbeitsplätze in Oberösterreich.

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