Bild: © Lagazeta / Greenpeace

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Greenpeace-Besetzung von Shell-Eisbrecher geht weiter

6.5.2012
Umwelt-AktivistInnen blockieren erneut zerstörerische Öl-Bohrungen

AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace fingen diese Woche den Shell-Eisbrecher Nordica auf offener See ab, um den schon am 1. Mai begonnenen Protest fortzusetzen. Die UmweltaktivistInnen wollen mit dieser Aktion das zerstörerische Bohren nach Öl in der Arktis aufhalten.

Um ca. halb fünf in der Früh erkletterten sechs Aktivisten aus fünf Nationen, darunter auch ÖsterreicherInnen, erneut den Shell-Eisbrecher und ketteten sich an verschiedenen Orten am ganzen Schiff an. Sie verlangen, dass Shell seine Pläne, in der fragilen Arktis nach Öl zu bohren, endlich aufgibt. Der Eisbrecher Nordica wurde von der finnischen Regierung dem Ölkonzern Shell für die Bohrungen zur Verfügung gestellt.

"Shells rücksichtslose Pläne zur Förderung von Öl in der Arktis stellen eine unannehmbare Bedrohung für einen einzigartigen Ort auf der Erde dar", sagte Greenpeace-Sprecherin Therese Jacobson. "Wir stehen an einem Scheideweg . Entweder wir entscheiden uns für den Schutz der Arktis oder wir erlauben Shell und anderen Öl-Giganten, diese kostbare Region zu zerstören. Es ist ohne Frage an der Zeit, sich endlich für den Schutz der Arktis zu entscheiden."

Die heutige Aktion folgt auf eine ähnliche Aktion zu Beginn dieser Woche, als 20 Greenpeace-AktivistInnen den Eisbrecher Nordica in Helsinki bestiegen, als es den Hafen verlassen wollte, um sich der Shell-Flotte in Alaska anzuschließen. Als das erste Team von AktivistInnen verhaftet wurde, folgten 22 weitere in zwei Schlauchbooten und drei Kanus. Obwohl es ein Großaufgebot von Polizei und Küstenwache in Schiffen und Hubschraubern gab, schafften es Greenpeace-Schwimmer Bojen vor dem Schiff auszubringen. Sie begannen außerdem "Stop-Shell" auf die Seite des Eisbrechers zu malen, bevor sie entfernt und verhaftet wurden. Die Nordica verließ daraufhin den Hafen.

Der Eisbrecher Nordica ist wie sein Schwesternschiff Fennica auf dem Weg nach Alaska, um gemeinsam mit den Bohrschiffen Kulluk und Noble Discoverer, die bereits Richtung Nordküste Alaskas aufgebrochen sind, jeweils fünf Erschließungslöcher für Shell in der Chukchi- und Beaufortsee zu bohren. Shell ist der erste international Ölkonzern, der ernsthaft nach Ölförderung in der Arktis strebt. Sollte Shell in diesem Sommer Öl finden, könnte das den destruktiven Ansturm auf die letzten Tropfen Öl auslösen und weitere Ölgiganten in die sensible Arktis treiben.

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