Eine weitere unbequeme Wahrheit
23.4.2012Eine oekonews-Ansichtssache von Dr. Fritz Binder-Krieglstein
Damit Andere nicht sagen können, man hätte nicht gewusst, was wir wissen, einige Zahlen zum weiterleiten an Unwissende:
Unkonventionelle, also aufwendigere und teurere Ölförderung soll ausgleichen, was einst leicht zu förderndes Erdöl (Peak laut Internationaler Energie Agentur vor 2010) erbracht hatte.
Genauer betrachtet schafft jedoch die unkonventionelle Ölförderung keinen Ausgleich: Die Globalproduktion von Erdöl (konventionell und unkonventionell zusammen) beginnt ihren Sinkflug – derzeit NOCH sehr gemächlich. Die Details (z.B. Grafiken zu Förderverlauf, Anzahl der Bohrungen und „Rig Count“) finden Sie unter www.peak-oil.com/2012/04/unkonventionelles-oel-tight-oil
Die Kosten für fossile Energien werden durch teurere Fördermethoden wohl eines nicht, nämlich gleich bleiben – und das bei einem Ausgangsniveau von bereits rund 100 $/Barrel (für die EU gepaart mit einem schwachen Euro-Kurs).
Jetzt können wir uns den Umbau des Energiesystems auf effizient+erneuerbar NOCH leisten. 2020 wird Erdöl zwischen 150 und 200 $/Barrel kosten, also muss es jetzt schnell gehen; Sie und ich wissen das - aber die Anderen?
Mit energiereichen Grüßen,
Dr. Fritz Binder-Krieglstein
www.renewable.at
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