Kärnten: 50 neue Elektrotankstellen werden errichtet
13.4.2012Tiroler Forschungsverbund setzt sich bei Ausschreibung für intelligente E-Ladestationen durch
Als Bestbieter ist die Innsbrucker enerChange GmbH soeben bei einer Ausschreibung für Elektrotankstellen mit internationaler Beteiligung hervorgegangen. Auftraggeber ist das Institut für Technologie und alternative Mobilität in Klagenfurt. Damit wird die enerChange bis zum nächsten Jahr insgesamt 50 intelligente Innenleben für E-Ladestationen nach Kärnten liefern, die ersten zehn Ladestationen werden noch heuer ausgeliefert. Die zugrunde liegende Technologie präsentiert die enerChange auch auf Österreichs größter E-Mobilitätsmesse in Klagenfurt.
"Ich freue mich, dass sich die enerChange so rasch gegen renommierte Entwickler von Elektrotankstellen durchsetzen konnte. Das spricht für die Qualität und die unmittelbare Anwendbarkeit der Forschung im K-Regio enerChange, die wir seit dem letzten Jahr aus Landesmitteln fördern", nimmt dazu die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf Stellung. Über die Förderlinie K-Regio fördert das Land Tirol mehrjährige kooperative Forschungsprojekte von Tiroler Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Europäische Union unterstützt aus dem EFRE-Fonds. Wirtschaftspartner im K-Regio enerChange ist die enerChange GmbH, an der mit ATB Becker, Bernard Ingenieure, inndata Datentechnik, Mattro Mobility Revolutions, Swarco und Westcam Datentechnik sechs Tiroler Unternehmen aus den Clustern Erneuerbare Energien, IT und Mechatronik Tirol beteiligt sind, Forschungspartner ist das MCI Management Center Innsbruck - Internationale Hochschule GmbH.
Die Zukunft der Elektromobilität ist kabellos
Ab 2014 will die enerChange zusätzlich zu ihren bisherigen Produkten Elektrotankstellen ohne Anbindung an Kabel und Steckdosen anbieten. An diesen E-Tankstellen wird man leere Batterien vollautomatisch gegen geladene tauschen können. "Je mehr Reichweite zum Beispiel für die bevorstehende Fahrt erforderlich ist, desto mehr changePACK Akkumulator-Module "packen" Anwender dabei in ihren Wagen", so Handle. Für unterschiedlichen Leistungsbedarf sind die zur Verfügung stehenden Module mit verschiedenen Speichertechnologien ausgestattet.
Auftraggeber Kärnten ortet Potenzial in ganz Europa
Projektleiter Gerald Miklin vom Amt der Kärntner Landesregierung bzw. vom Institut für Technologie und alternative Mobilität nimmt zum Zuschlag an enerChange in Klagenfurt wie folgt Stellung: "Wir freuen uns, mit 50 neuen Elektrotankstellen von enerChange erster Anwender einer brandneuen Technologie zu sein, für die wir großes Potenzial in ganz Europa sehen. Während unserer E-Mobilitätsmesse lockt die Arbeit der enerChange gemeinsam mit einer weiteren elektromobilen Innovation aus Tirol, dem Geländetransporter Steinbock HX1 von Mattro, internationales Publikum an."
Zwtl.: enerChange: Erfolg durch fachübergreifende Vernetzung
Die Innovationen der enerChange gelten als Best Practice für fachübergreifende Vernetzung. Unternehmen und Forschungsverbund haben ihren Ursprung in der fachübergreifenden Arbeitsgruppe Elektromobilität der Cluster Erneuerbare Energien Tirol, IT Tirol und Mechatronik Tirol, welche von der Standortagentur Tirol gemanagt werden. Auch das laufende Projekt betreuen die Cluster weiter. Klaus Meyer vom Cluster Erneuerbare Energien Tirol erklärt: "Wir versuchen immer, Vorreiter für die benötigten Themen ausfindig zu machen und konnten so die Teilnahme an der Kärntner Ausschreibung initiieren." Die Zukunft sieht Meyer wie schon einstiegs branchenübergreifend: "Für das Speichersystem der enerChange gibt es direkte Schnittstellen zum Bedarf der Photovoltaik, der Windkraft oder von Biomassetechnologien."
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OTS0202 2012-04-13/14:49
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