Bild: © New Mobility Forum- Keynotespeaker Franz Alt

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Bild: © New Mobility Forum-  Einige Vortragende mit Projektleiter Gerald Miklin

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Elektromobilität - ein Teil der Energieautarkie

6.11.2011
Wissenschaft und Wirtschaft müssen einheitlichen Weg für e-mobile Zukunft gehen - Kommen "rund-um-sorglos-Pakete" für Elektrofahrzeuge?

St. Veit an der Glan- Elektromobilität stand zwei Tage lang im Zentrum beim New Mobility World Forum 2011. Rund 250 Teilnehmer waren nach Kärnten gekommen. Es scheint klar: Der Wandel bei erneuerbaren Energien und der Elektromobilität hat begonnen. Bei den Entwicklungen und der Forschung sind Wissenschaft und Wirtschaft mitten drin den Weg für eine genormte Zukunft und damit auch Anwendungen für die breite Masse zu finden: "Die letzten drei Jahre haben gezeigt wie rasant und beeindruckend die Entwicklungen sind. Alltagstaugliche Serienmodelle stehen vor der Tür. Wir müssen jetzt nur mehr unsere eigenen grünen Tankstellen bauen, die uns Strom aus den Photovoltaik-Zellen am Dach unserer Carports liefern", meint der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler. „Wir haben eine Verantwortung für unsere Umwelt und müssen sie nicht nur erhalten, sondern auch besser machen. Energieautarkes Leben ist für uns in Kärnten keine Vision mehr. Wir verfolgen unsere Ziele sehr konsequent und möchten künftig Energie tanken, die wir selbst aus Sonne oder Wasser erzeugen.“


Solarexperte und Keynote Speaker Franz Alt sieht es als absolut realistische Möglichkeit, Österreich in den nächsten 20 Jahren energieautark zu machen. Vom Konzept des Gastgebers, der Sonnenstadt St. Veit, zeigt er sich begeistert.

Lars Thomsen, Zukunft- und Trendforscher, sieht die Zukunft der Elektromobilität positiv: bereits 2016 wird das Jahr der Elektromobilität sein, in dem die Fahrzeuge bei den Händlern zum gleichen Preis wie benzinbetriebene Fahrzeuge zu haben sein werden." Es geschieht gerade ein Paradigmenwandel, die Entwicklungen gehen rasant voran und wir werden noch staunen wie schnell die Industrie e-mobil reagieren wird“, sagt Thomsen weiters.

Die Sonne ist kostenlos und gehört daher genutzt. Erste Modellsiedlungen zeigen schon die richtigen Konzepte vor. „Spätestens nach Fukushima muss allen Verantwortlichen klar sein, dass die Energiewende kein leeres Schlagwort sein darf, sondern aktiv und nachhaltig gelebt werden muss“, so Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kromp, Risikoforscher der Universität für Bodenkultur aus Wien.
Stefan Zisler von Vattenfall Innovation sieht die größte Herausforderung der Elektromobilität in der Schaffung der Infrastruktur. DI Roman Bartha, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power sieht es als unerlässlich, einheitliche und flächendeckende sowie überregionale Infrastruktur-Anbieter als starke Partner der Elektromobilität zu bekommen, die den Konsumenten effiziente rund-um-Lösungen anbieten können. „200.000 e-Fahrzeuge bis 2020 sind machbar“, ist er überzeugt.


Teilnehmer und Sprecher sind sich geschlossen einig: Elektromobilität kann nur erfolgreich sein, wenn sie mit grünem Strom funktioniert. Ein Schlagwort, das diesen Themenblock beherrschte, war die Energieeffizienz, die den sparsameren Umgang mit Energie betonte. Daimler, Renault, Volkswagen gehörten mit ihren Experten ebenfalls zum Sprecherboard des NEW MOBILITY FORUM 2011. Sie sind sich einig, dass die Serienproduktion startbereit ist, die Herausforderungen jedoch noch in effizienten und kundenorientierten Vertriebsmodellen und Angeboten liegen.

Die komplexe Elektromobilität muss in Zukunft ein „rund-um-sorglos-Paket“ für die Anwender werden, welches beispielsweise mit moderner Kommunikation, wie Smart Phones, unterstützt wird. Ladezeiten sollen am Handy abrufbar werden, die nächstgelegenen Ladestationen angezeigt werden und die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer somit unkompliziert werden.

„Wir müssen unseren Kunden ein ganzheitliches Komplettservice anbieten, das sowohl einfach als auch preislich attraktiv ist. Es gibt viele Fragen rund um die Elektromobilität und die müssen wir im Stande sein zu beantworten und unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungsansätze zur Verfügung stellen“, so Michael Schiebe, Marketingexperte für e-mobility bei der Daimler AG.


Eines scheint man sich einig; Ein Umstieg ist nicht mehr aufzuhalten.

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