© Thomas Preiss
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"Electrifized" - Mister E-Mobility

Roland Dimai ist nicht nur von den Vorteilen von nachhaltiger Mobilität überzeugt - er setzt sie um. Der Präsident des Bundesverbands nachhaltiger Mobilität ist unser Held des Monats

© Klima- und Energiefonds/ Thomas Preiss
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© Dimai
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Wenn man Zahlen zu den Auswirkungen von Elektromobilität auf den Energiebedarf oder einfach nur etwas über sämtliche am Markt befindliche Elektrofahrzeuge wissen will, dann ist man bei Roland Dimai an der richtigen Adresse. Er kennt die E-Mobility Szene in ganz Europa- und vernetzt sie aus persönlicher Passion.

Als Geschäftsführer der Reffcon GmbH. – Resource Efficiency Consultancy – ist seine Vision ein rascher Umstieg zu nachhaltiger Mobilität. "E-Mobility verlangt nach interdisziplinären Zugängen und Umsetzungen und der Umstieg auf nachhaltige Mobilitätslösungen braucht dazu ein 100%iges Commitment aller Beteiligten. Wenn Betreiber und Benutzer an einem Strang ziehen, lassen sich hocheffiziente und praxisorientierte Konzepte entwickeln und umsetzen." meint er.

Er will nicht nur andere überzeugen, sondern er lebt nachhaltige Mobilität selbst - mit der Kombination von Öffis mit E-Autos, aber auch mit auf Pflanzenöl umgerüsteten Fahrzeugen.

Viele Zugverbindungen aus dem Fahrplan kennt er schon fast auswendig, so oft war er bereits mit dem Zug von seinem Wohnort Dornbirn nach Krems zur Donauuni (an der er bereits mehrere Post-Graduate Studien absolviert hat), nach Wien, Hamburg usw. unterwegs. Er weiß genau, was es heißt, im Alltag mit Elektroautos unterwegs zu sein. Fahrzeuge, die er empfiehlt, hat er zuvor selbst ausgiebig getestet. Vor kurzem wurde beispielsweise ein Fiat 500 Elektro-Umbau (Umbausatz von EV Adapt) 132 km im Härtetest, bewußt ohne nachzuladen, bergauf und bergab, darunter auch auf die Silvretta, kutschiert. Das heißt Reichweite von Elektrofahrzeugen nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis erleben. Er geht dabei auch an die Grenzen- er will wissen, wieviel die E-Fahrzeuge tatsächlich können, bevor er Empfehlungen macht.

Dass er für seine E-Fahrzeuge Ökostrom bezieht, ist ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. "Das ist doch klar, wenn Elektromobilität, dann muss die Energie dafür 100% mit erneuerbarer Energie erzeugt werden!" meint er.

Eine weitere Philisophie: "E-Mobility ist nicht nur graue Theorie- viele Leute haben noch Vorurteile. Elektromobilität muss erlebbar sein. Wer eine Runde mit einem E-Auto gefahren oder mitgefahren ist, ist danach fast immer ein Fan von Elektrofahrzeugen." Das ist der Hauptgrund, warum er seine Elektrofahrzeuge auch vermietet und sie zusätzlich bei diversen Events dem Bundesverband nachhaltige Mobilität zur Verfügung gestellt hat. Der Tesla Roadster seiner Firma, den man ebenfalls (mit Fahrer) mieten kann, ist seit einiger Zeit übrigens mit dem Logo des Bundesverbands nachhaltige Mobilität gebrandet, um damit Bewusstseinsbildung für das Thema zu machen. Damit aufzufallen (der Tesla ist knallorange) macht ihm nichts- wichtig ist, dass Elektromobilität damit mit positiven Emotionen verbunden wird.

Die größte Freude hat er mit seinem jüngsten Deal: Die GW (Geschützte Werkstatt) St.Pölten, ein integrativer Betrieb zur beruflichen Integration von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wird in Niederösterreich Fiat 500 mit von EV Adapt gefertigten Elektro-Umrüstsätzen zu Elektroautos umbauen.

Nicht nur sein PKW, sondern auch sein Wohnmobil wurden auf Pflanzenölbetrieb umgerüstet. Falls es auf einer Route nicht genug Pflanzenöl gibt, dann hat Roland Dimai immer ein paar Kanister Pflanzenöl (PÖL) das er bei einem Biobauern aus der Region bezieht, an Bord. Sein Wohnmobil dürfte wahrscheinlich das einzige PÖL-Wohnmobil Österreichs sein. Mit den PÖL-Fahrzeugen und einem Hänger werden auch die Elektroautos der Reffcon GmbH. zu so manchem Event gezogen, oder einfach per Autoreisezug losgeschickt.

Als Präsident des Bundesverbands nachhaltige Mobilität sieht er sich auch als Stimme der Konsumenten und Konsumentinnen, die entsprechend gute Rahmenbedingungen für Elektromobilität brauchen, damit diese sich durchsetzt. Dafür setzt er sich nicht nur in Österreich, sondern gleichzeitig bei diversen internationalen Veranstaltungen und in seinen Vorträgen ein. Er ist außerdem Delegierter Österreichs bei der AVERE, dem europäischen Verband im Bereich Batterie- Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge.

Und in seiner Freizeit, wenn er nicht gerade läuft oder sonst sportlich unterwegs ist, dann fährt er in diverse Lokale oder Cafes usw. - natürlich elektrisch. Weil er gleich testet, ob es die Möglichkeit zum Nachladen gibt, Ladestationen einmahnt und damit so manche Lokalbesucher und -besucherinnen von den Vorteilen der Elektromobilität überzeugt.

Reffcon GmbH
Bundesverband nachhaltige Mobilität
AVERE

Übrigens: Am 16. Oktober war er in der ORF- Fernsehshow "Powerplay – Ganze 17 Meter" in einer "sportlichen" Rolle zu sehen. - Eine weitere Seite von Mister E-Mobility ,


Artikel Online geschalten von: / holler /