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Genug Autobahnen in Österreich

Österreich hat eines der dichtesten Autobahnnetze Europas: Österreich 262 km pro Million Einwohner, Deutschland nur 158 km

Wien - Österreichs Autobahnnetz ist internationale Spitze. Österreich hat das drittdichteste Autobahnnetz in Europa, wie eine VCÖ-Untersuchung zeigt. Pro Million Einwohner durchziehen 262 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen die Alpenrepublik. Das ist doppelt so viel wie der EU-Durchschnitt. Der VCÖ betont, dass es in Österreich aus Verkehrssicht keinen Bedarf an weiteren Autobahnen und Schnellstraßen gibt. Das Einsparungspotenzial ist daher entsprechend hoch.

"Österreich ist nicht nur ein Land der Berge, sondern auch ein Land der Autobahnen", fasst VCÖ-Experte DI Martin Blum das Ergebnis einer aktuellen VCÖ-Untersuchung zusammen. Österreich hat mit 262 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen pro Million Einwohner das drittdichteste Autobahnnetz Europas. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass es nur in Slowenien und Spanien pro Million Einwohner mehr Autobahnkilometer gibt.

Selbst die klassischen Autoländer Europas, wie Deutschland, Italien und Frankreich, haben bezogen auf die Einwohnerzahl ein deutlich kleineres Autobahnnetz als die rot-weiß-rote Alpenrepublik. Pro Million Einwohner ist Österreichs Autobahnnetz um die Hälfte größer als jenes von Frankreich, sogar um 66 Prozent größer als jenes von Deutschland und mehr als doppelt so groß wie Italiens Autobahnnetz, wie die VCÖ-Untersuchung zeigt.

Insgesamt gibt es in der EU27 bereits 63.400 Kilometer Autobahnen, davon 59.200 Kilometer in den Staaten der EU15. In absoluten Zahlen liegt Deutschland mit knapp 13.000 Autobahnkilometern an der Spitze. Das verhältnismäßig kleine Österreich hat das achtlängste Autobahnnetz in der EU27. Weitere 350 Kilometer hochrangige Straßen sind für die kommenden Jahre geplant.

"Österreich hat schon heute ein luxuriöses Autobahnnetz. In Zeiten wie diesen in übermäßigen Luxus zu investieren stößt auf das Unverständnis vieler Menschen. Auch steht der Nutzen in keinem Verhältnis mehr zu den Ausgaben. Das ist grad so, als würde sich ein zweiköpfiger Haushalt, der schon drei Pkw hat, noch ein viertes Auto kaufen", betont VCÖ-Experte Blum.

Der VCÖ weist darauf hin, dass die geplanten Projekte auf überhöhten Verkehrsprognosen basieren, die heute nicht mehr gültig sind. Steigende Erdölpreise werden das Verkehrswachstum in Zukunft stark bremsen. Auch ist weder für die Energiestrategie noch für den Klimaschutz eine Zunahme des Lkw- und Pkw-Verkehrs wünschenswert. Auch die Wirtschaft profitiert stärker, wenn diese Milliarden Euro in zukunftsträchtigere Bereiche investiert werden. Der VCÖ spricht sich für ein Gesamtverkehrskonzept aus. Auf Basis der darin festgelegten Ziele sollen dann Verkehrsmaßnahmen umgesetzt werden.


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