Ökostromtarife, ein kleiner Schritt, aber in die richtige Richtung!
4.2.2010Bonussystem ermöglicht Weiterentwicklung der Anlagentechnik
Nach langem und zähem Ringen sind nun endlich die Ökostromtarife und die Rohstoffzuschlagverordnung erlassen worden. Für die österreichische Biogasbranche bedeutet dies, dass einerseits bei bestehenden Anlagen ein Großteil der aufgetretenen Kostensteigerungen aus 2008 abgegolten wird und andererseits endlich wieder eine Trendwende bei den Tarifen feststellbar ist. Nachdem aufgrund der Tarifverordnungen der letzten Jahre keine Anlagen mehr errichtet werden konnten, so kann nun doch gehofft werden, dass mit den gewährten Einspeisetarifen (je nach Analagengröße zwischen 13 und 18,5 Cent/kWh) zumindest wiederum ein geringfügiger Anlagenneubau möglich sein wird.
Besondere Bedeutung haben dabei der Gasaufbereitungsbonus und der KWK Bonus. Mit dem Gasaufbereitungsbonus (2 Cent/kWh) wird der besonderen Bedeutung von Biogas als erneuerbares Erdgassubstitut Rechnung getragen. Durch die Trennung von Produktion und energetischer Nutzung können für beide Bereiche optimale Bedingungen gewählt werden. Der Kraftwärmekopplungsbonus (2 Cent/kWh) gibt zusätzlichen Anreiz für den möglichst hohen Nutzungsgrad der anfallenden Abwärme.
Die Minister Reinhold Mitterlehner und Niki Berlakovich sowie die Präsidenten Hermann Schultes und Gerhard Wlodkowski haben gerade mit der Einführung von Bonussystemen bewiesen dass ihnen eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Anlagentechnik ein Anliegen ist, denn 95 % der Investitionen bei Biogas fliesen in heimische Green Jobs.
Der Biogasbranche obliegt es nun zu prüfen ob und wie zu den gegebenen Rahmenbedingungen wiederum an die Errichtung von Neuanlagen herangegangen werden kann.
Quelle: ARGE Kompost & Biogas Österreich
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