Neue Ökostromtarife : Augenauswischerei auf heißem Stein
3.2.2010Eine oekonews-Ansichtssache von Daniel Hackenberg
Nach angeblich "zähen" Verhandlungen gleich dreier Bundesministerien wurden gestern die neuen Ökostromtarife verlautbart. Minimale Verbesserungen eines gegen jede Vernunft und (Volks-) Wirtschaftlichkeit aufrechterhaltenen Status Quo sollen nun, nach Dafürhalten der Urheber, als Fortschritt und Anlass zu Jubel gewertet werden. Gelinde gesagt eine Frechheit. Diese minimalen Zugeständnisse gehen zwar in die richtige Richtung, sind aber im größeren Rahmen betrachtet - eigentlich eine Schande. Es ist erstaunlich, für wie machtlos und blöd die Verhinderer und ihre "mächtigen" Einflüsterer das Publikum und auch die Erneuerbare Energie Branche einschätzen.
Mit einem wienerischem Ausdruck : eine ordentliche Chutzpe (bedeutet soviel wie Unverfrorenheit, Kaltschnäutzigkeit). Interessant wäre in diesem Zusammenhang einmal klipp und klar die wahren Interessenslagen auf den Tisch zu legen und sie in Hinblick auf den volkswirtschaftlichen Nutzen zu untersuchen und zu bewerten. Wobei zu einem zeitgemäßen volkswirtschaftlichem Nutzen selbstverständlich auch Auswirkungen auf Umwelt und nachfolgende Generation zu zählen haben - und diese Interessen auch wirklich vertreten und bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden müssen. Umwelt und nachfolgende Generationen haben praktisch keine Stimme - sowie die Frauen keine hatten zu Beginn des 20. Jahrh....
Fragt sich wie lange die Allgemeinheit sich noch mit diesem unverantwortlichem "Kasperltheater" abspeisen lässt. Die Umweltuhr tickt - und das Konzept "Gewinnmaximierung" (das volkswirtschaftlich gesehen hier ohnehin nicht stimmt) hat ausgedient.
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GastautorIn: Daniel Hackenberg für oekonews.
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