Weltklimavertrag: bisherige Zusage der USA, Chinas und der EU viel zu gering
17.12.2009Auf Grund CO2-Verringerung durch Wirtschaftskrise sind viel höhere Einsparungsziele möglich
Nach dem aktuellen Konsens in der Wissenschaft muss eine Temperaturerhöhung von mehr als 2Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts auf unserem Planeten unbedingt verhindert werden, um zu vermeiden, dass das Weltklima völlig "kippt", unberechenbar und unkontrollierbar wird.
"Dieses für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder existenzielle Ziel kann durch die bisherigen Klimaschutzzusagen der Großen heute bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen nicht erreicht werden. Die von den USA zugesagte Emissionsverringerung um 17% von 2005 bis 2020, die Absenkung in der EU um 20% und die Zusagen Chinas würden laut Berechnung internationaler Wissenschafter zu einer Temperaturerhöhung um mindestens 3Grad führen", kritisiert Oberösterreichs Grün-Landesrat Rudi Anschober.
LR Anschober: "Die letzten 48 Stunden an Verhandlungen in Kopenhagen werden die Entscheidungsphase und müssen dazu genützt werden, die Einsparungsziele noch deutlich zu erhöhen. Dies ist zu schaffen, gerade nach der aktuellen Absenkung durch die Wirtschaftskrise ist dies nun einfacher erreichbar. Nimmt man etwa die bereits seit 1990 in der EU erreichten Emissionsrückgänge und die bereits fixierten Maßnahmen, dann sind die Ziele der EU so wenig ambitioniert, dass kaum Zusatzmaßnahmen erforderlich sind, um sie zu erreichen."
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