Forschungsreaktor FRM 2 in Garching unter Protest von AtomgegnerInnen in Betrieb genommen
9.6.2004Trotz Atomausstieg soll weiter geforscht werden
Heute, am 9. Juni, wurde um 9:00 Uhr in Garching – nur 15 Kilometer nördlich von München - der Forschungsreaktor FRM 2 in Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber in Betrieb genommen. Mehr als 15 Jahre wehren sich BürgerInnen gegen das Atomprojekt. 15.000 Einwendungen wurden im atomrechtlichen Genehmigungsverfahren erhoben.
200 BürgerInnen – unter ihnen Vertreter der OÖ Plattform gegen Atomgefahr und der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) - demonstrierten friedlich gegen die Inbetriebnahme.
Der bayerische Ministerpräsident machte erst vor kurzem mit der Aussage Schlagzeilen, dass der deutsche Atomausstieg falsch sei und die Option Atomenergie offen gehalten werden müsse. Auch der Ersatz bestehender Atomkraftwerke und bei Bedarf auch der Bau von neuen Anlagen müsse möglich sein.
„Es ist ein Skandal, wie mit den berechtigen Sorgen der BürgerInnen umgegangen wird. Nicht nur für den FRM 2 Forschungsreaktor, sondern generell - und nach wie vor - ungelöst sind die Entsorgung des radioaktiven Abfalls aus allen Atomanlagen, die Abgabe der radioaktiven Stoffe über die Abluftkamine auch im sogenannten „Normalbetrieb“; ungeklärt ist der Schutz der Atomanlagen vor Flugzeugabstürzen, die Gefahr eines Atomunfalls, die Einleitung von radioaktiven Stoffen in die Gewässer, …“, so Maria Fellner, Stellvertretende Obfrau der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE).
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++
OOE Ueberparteiliche Plattform gegen Atomgefahr
A-4020 Linz, Landstr. 31
Tel.: +43 732 774275
Fax: +43 732 785602
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++
--------------------------------------------------------------
Plattform gegen Atomgefahren - PLAGE
Nonntaler Hauptstr. 86
A - 5020 Salzburg
Tel/Fax: ++43 - (0)662 - 64 35 67
-------------------------------------------------------------
Nein zu Atomstrom – ja zu erneuerbaren Energien!
Nein zu Euratom!
Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Selbst einen Kommentar verfassen oekonews übernimmt keine Verantwortung und Haftung für die Kommentare.
Artikel Online geschalten von: / litschauer /
Artikel senden Artikel drucken




