© Familie Taubinger - www.kittelmuehle.at
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Wasser, Wind & Leidenschaft

Familie Taubinger von der Kittelmühle - die Helden des Monats.

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Die Familien-Chronik

Da sich bei insgesamt 23 Wasser- und Windenergie-Kraftwerken viel zu viele spannende Ereignisse für ein Interview ereignen, ein paar Eckdaten.

Gesamte saubere Stromerzeugung: rund 66,3 GWh im Jahr, entspricht 19.000 österreichischen Durchschnittshaushalten (!) oder etwa dem Strombedarf von 56.000 ÖsterreicherInnen.

Erste Wasserstrom-Erzeugung der Familie Taubinger: 1903.
Folgende erneuerbaren Energien nutzen die Taubinger's: Wasserkraft, Windkratft & Biomasse (Hackschnitzelheizung).
Weitere Geschäftstätigkeiten der tüchtigen Unternehmer-Familie: Landwirtschaftliche Güter, auch viele Bio-Produkte im Sortiment.

Nach 30 Jahren Johann und Anna Taubinger wurden aus 150 kW und 1 Mio kWh Lieistung, in Summe über 60 GWh ssauberer Strom ...

Mehr Infos gibt's auf der Kittelmühlen-Homepage, die in Kürze noch mehr Wissenswertes rund um unsere dieswöchigen Helden und Ihrer Aktivitäten bereitstellt.

oekonews: Wie kommen Sie zur Wasserkraft?

Taubinger: Zur Wasserkraft komme ich eigentlich durch jahrhunderte alte Tradition. Im Jahre 1692 wurde unsere Mühle schon mit Wasserkraft betrieben. Ich bin an der Erlauf und mit der Erlauf aufgewachsen und kenne schon von Kindheit an die Sonnen- und Schattenseiten der Wasserkraftnutzung. Ich lebe von, für und mit dem Wasser.

oekonews: Warum Windkraft?

Taubinger: Da in der Wasserkraft, durch restriktive Maßnahmen, durch kurzsichtig nicht immer klimaschützend denkende Gruppen, der Wasserkraftausbau nur sehr mühsam vorankommt, aber ich der erneuerbaren Energie sehr stark verbunden bin, bin ich zur Windkraft gekommen.

oekonews: Werden die Zeiten für die KWKW jetzt rosiger?

Taubinger: Jein ! Die Tarife wurden in einigen, zwar wenigen Teilbereichen etwas angehoben,was bescheidene Revitalisierungen ermöglicht. Jedoch sind die Einspeisetarife bei weitem nicht kostendeckend wie es im Ökostromgesetz verlangt wird. Außerdem sind die KWKW Betreiber extrem gefordert, den Spagat zwischen EU- Richtlinie für erneuerbare Energie, die Erzeugung aus Wasserkraft zu erhöhen, andererseits die Wasserrahmenrichtlinie und ökologische Maßnahmen Mindererzeugungen von bis zu 20 % hinnehmen zu müssen.

oekonews: Was sind die nächsten Ziele für den ÖVFK?

Taubinger: Der ÖVFK wird trachten die Vorgaben im Ökostromgesetz bei den Entscheidungsträgern in den Köpfen fest zu verankern. Auch dass sich unsere Meinung, dass es langfristig besser ist durch ordentliche Tarife ( so wie es 3 Studien belegen 5-8 c ) für die Wasserkraft in eine nachhaltige Zukunft zu investieren, als in 5-7 Jahren Co2 Strafe nach Brüssel oder anderswohin zu bezahlen.
Dass die WRRL im Kompromiss mit der Ökologie mit Augenmaß umgesetzt wird.

oekonews: Wo sind aus Ihrer Sicht die größten Widerstände am Weg zu 100% Erneuerbare Energie?

Taubinger: Die größten Widerstände gibt es auf internationaler Ebene durch die Öl und Atomlobbys, die die höchsten Kreise beeinflussen. Auf nationaler Ebene die veröffentlichte Irrmeinung, dass Atomstrom sooo billig ist. Es muß doch mit Hilfe der engagierten Politiker gelingen die öffentliche Meinung für EE zu sensibilisieren und dass es zur Zeit keine Kostenwahrheit gibt. Die Atomrisken sind noch immer sozialisiert.

Bei Kostenwahrheit ist die ÖKO Energie und Wasserkraft absolut kokurrenzfähig!!

oekonews: Ihre Botschaft an unsere Leser?

Taubinger: Tragen Sie das vorhin Geschriebene hinaus- in die Öffentlichkeit und an die Politik. Helfen Sie mit, dass die gemeinsamen Ziele der EE Verbände um gerechte Tarife und faire Behandlung verwirklicht werden können. Nutzen Sie jede Möglichkeit auf die Politik und Entscheidungsträger in Richtung nachhaltige Nutzung der Erneuerbaren Energie einzuwirken und unsere Arbeit zu multiplizieren.
Ihr
Taubinger Johann

oekonews: Vielen Dank für das Interview. Besonderer Dank gilt auch einem Freund der Familie, der dieses Interview maßgeblich unterstützt hat.


Artikel Online geschalten von: / pawek /