Poledance gegen Pelz

Die als Pelztier verkleidete Poledancerin wurde von den "Pelzfarmern" gehäutet.

Wien - Die VGT-Aktivistin Christine Unger tanzte heute in Pelztierverkleidung am Stock-Im-Eisen-Platz in einem Käfig an der Polestange, um auf das Leid von Pelztieren aufmerksam zu machen.

Die vegane Poledance-Artistin Christine Unger, die bereits an Poledance-Staatsmeisterschaften teilgenommen hat, setzt ihr Können für den Tierschutz ein. Eine Woche, nachdem der riesige Modehersteller Gucci seinen Ausstieg aus dem Pelzhandel angekündigt hat, tanzte die Artistin heute am Wiener Stock-Im-Eisen-Platz ihre Choregraphie als Pelztier im engen Käfig. Nach einigen Minuten kamen als Pelzfarmer verkleidete AktivistInnen dazu, die begannen, das ‘Pelztier’ zu jagen. Einige Zeit gelang es ihr, sich der Tötung zu entziehen, am Ende wurde sie aber von den Pelzfarmern eingefangen und symbolisch geschlachtet und gehäutet.

Ihr Tanz erinnerte an die Verzweiflung der Pelztiere, die ihr ganzes Leben in engen Käfigen verbringen müssen, nur um dann grausam umgebracht zu werden. Das alles nur, damit aus ihnen dann Pelz für die Modeindustrie wird. Die Artistin will damit darauf hinweisen, dass auch in diesem Jahr wieder viele Echtpelzartikel in den Auslagen österreichischer Modegeschäfte angeboten werden und das fast 20 Jahre, nachdem die letzte Pelzfarm des Landes zugesperrt hat. Zahlreiche PassantInnen blieben stehen, um sich die ungewöhnliche Darbietung anzusehen und sich über das Leid der Pelztiere zu informieren. Der VGT wird auch in diesem Jahr immer wieder an das Tierschutzbewusstsein beim Kleidungskauf erinnern und dankt der Aktivistin für die Umsetzung dieser großartigen Aktion zum Einstieg in die Pelzsaison. Weitere Informationen rund um das Thema Pelz finden sich auf der VGT-Homepage.

Rückfragehinweis
Georg Prinz, 01/929 14 98, medien@vgt.at


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