© Steve Buissinne pixabay.com /  Eier
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Fipronil-Krisentreffen: Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern ein Muss

Greenpeace fordert Einsatz für mehr Transparenz von Rendi-Wagner und Rupprechter

Brüssel/Wien – Anlässlich des gestrigen EU-Krisentreffens zum Fipronil-Skandal begrüßt Greenpeace den Beschluss der EU-Staaten, künftig Informationen zwischen den nationalen Gesundheitsbehörden besser auszutrauschen. Um die Situation bei Eiern deutlich zu verbessern, sei aber eine Kennzeichnung von Herkunft und Haltung von verarbeiteten Eiern – etwa in Mayonnaise – unerlässlich, betont die Umweltschutzorganisation. Sowohl Gesundheitsministerin Rendi-Wagner als auch Landwirtschaftsminister Rupprechter haben sich in den letzten Wochen für eine solche Kennzeichnung ausgesprochen. Greenpeace fordert von beiden, den Worten Taten folgen zu lassen und sich vehement für eine EU-weite Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern einzusetzen.

‘Bei frischen Eiern im Supermarkt können wir ganz einfach erkennen, wo das Ei herkommt und wie die Hühner gelebt haben: In Bodenhaltung, im Freiland oder auf einem biologischen Hof. Wenn wir jedoch im Gasthaus essen, oder zur Mayonnaise aus dem Supermarkt greifen, bleibt meist unklar, woher die Eier in unserem Essen stammen’, erklärt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Aufgrund der genauen Kennzeichnung von frischen Eiern war es im Fipronil-Skandal für Behörden auch einfach, die belasteten Chargen zu identifizieren und zurück zu rufen. Bei bereits verarbeiteten Eiern musste hingegen unnötige Detektivarbeit geleistet werden, bevor klar war, wo die vergifteten Eier gelandet waren. Eine konsequente Kennzeichnung von Herkunft und Haltung würde hier deutlich mehr Sicherheit bringen.

‘Die Menschen in Österreich dürfen nicht hinter das Licht geführt werden. Es ist nicht akzeptabel, dass ihnen derzeit im Kuchen oder in der Mayonnaise häufig Käfigeier von weit her aufgetischt werden, obwohl sie das nicht wollen’, so Theissing-Matei und fordert abschließend: ‘Ministerin Rendi-Wagner und Minister Rupprechter dürfen hier jetzt nicht locker lassen. Sie müssen sich in Brüssel für eine EU-weite Ausweitung der Kennzeichnung auf verarbeitete Eier stark machen.’

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