© Pete Linforth - pixabay.com
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US-Wissenschaftler blamieren Trump

Der Klima-Ignorant im Weißen Haus blamiert sich weiter. Nach seinem angekündigten Austritt aus dem Pariser Klima-Abkommen erstellten jetzt 13 Wissenschaftsinstitute der USA einen Klimareport für den US-Kongress.

Mit einem Ergebnis, das soeben die Süddeutsche Zeitung so publizierte. Ein Kommentar von Franz Alt

‘Die vergangenen Jahrzehnte seien die wärmsten der zurückliegenden 1700 Jahre gewesen. Seit 1880 hat sich die Welt demnach insgesamt um 0,9 Grad Celsius erwärmt, ein Großteil dieses Temperaturanstiegs ist klar auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Selbst wenn sämtliche Emissionen sofort eingestellt würden, wäre ein Temperaturanstieg von weiteren 0,3 Grad Celsius in diesem Jahrhundert unvermeidbar.’

Dieser Report ist mit über 500 Seiten die umfangreichste Klimauntersuchung seit dem letzten Bericht des Weltklimarats IPCC aus dem Jahr 2013.

Die Regierung Trump hat die Veröffentlichung des Berichts noch nicht freigegeben. Doch Beteiligte haben ihn der New York Times zugespielt, weil sie fürchten, dass die Regierung den Report noch verwässern werde. Viele Autoren dieses Klimaberichts sind namhafte Wissenschaftler der Meeres- und Klimabehörde NOAA.

Im Bericht heißt es wörtlich: ‘Es gibt reichlich Beweise, dass sich das Klima verändert, von der obersten Atmosphäre bis in die Tiefe der Ozeane’.

Das Tempo, in dem die Ozeane versauern, sei in den vergangenen 66 Millionen Jahren beispiellos. Die Wissenschaftler berechnen nun, dass es in den USA bis zum Ende dieses Jahrhunderts um bis zu 4.8 Grad Celsius wärmer werden könnte. Lang anhaltende Trockenheit und Wüstenbildung wären die logischen Folgen.

Trump kommt immer mehr in die Defensive. Seine Popularitätswerte sind katastrophal. Auch die Mehrheit der Republikaner ist in der Zwischenzeit vom menschengemachten Klimawandel überzeugt.

Vielleicht ist diese erneute innenpolitische Schwierigkeit einer der Gründe des außenpolitischen und kriegspolitischen Säbelrasselns Trumps gegenüber Nordkorea. Außenpolitische Abenteuer waren in der Geschichte schon immer eine Möglichkeit, um innenpolitisch noch punkten zu können.



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Quelle: © Dr. Franz und Bigi Alt / Sonnenseite.com

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