© falco- pixabay.com/ Immer mehr Gabelstapler fahren elektrisch
© falco- pixabay.com/ Immer mehr Gabelstapler fahren elektrisch

Intralogistik wird immer umweltfreundlicher

Vor 100 Jahren erfand der US-Amerikaner Eugene Clark den ersten Gabelstapler.

Bis heute sind Millionen dieser Exemplare auf dem Markt verkauft worden und aus dem Bereich Lagerlogistik nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Großlager verzichtet auf die kleinen, aber vielseitigen und leistungsstarken Transportmaschinen. Während Unternehmen zu Anfang benzin- und dieselbetriebene Hubfahrzeuge nutzten, denkt die Branche seit einigen Jahren um und setzt vermehrt auf umweltfreundliche Modelle.

Am Anfang war der Verbrennungsmotor

Tatsächlich war der erste Gabelstapler, der sogenannte Tructractor, ein Gerät mit Verbrennungsmotor. Er wurde 1917 vom US-Amerikaner Eugene Bradley Clark erfunden und kam 1946 nach einigen Weiterentwicklungen in die Serienproduktion. In Europa erfand man in den 20er Jahren, basierend auf Clarks Geräten, den sogenannten Hubwagen. Er unterscheidet sich vom Gabelstapler vor allem in einem Punkt: Er ist einfacher gebaut und wendiger, was weniger Kosten verbraucht und den Hebe- und Materialtransport auch auf engstem Raum ermöglicht. Wer als Erfinder des Hubwagens gilt, ist umstritten. Häufig wird der Schwede Ivan Lundquist genannt, jedoch existieren angemeldete Patente anderer Unternehmen (von Shepard Co Lewis oder der Oscar Krieger GmbH beispielsweise), die einige Jahre zuvor erschienen. Wer das bekannteste Flurfördergerät entwickelt und verbreitet hat, ist hingegen eindeutig: Der Konzern Jungheinrich vertreibt jährlich tausende sogenannte Ameisen. Die Ameise ist heuer zum umgangssprachlichen Synonym für den Hubwagen geworden. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Wien gilt als eines der weltweit erfolgreichsten für Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Jungheinrichs ältestes Produktionswerk in Norderstedt feierte gerade erst seinen 50. Geburtstag und die Produktion des millionsten Gabelstaplers. Während besonders die ersten Gabelstapler sehr viel CO2 ausstießen, ist es vor allem Großunternehmen gelungen, moderne Geräte zu produzieren, die sich mit Aspekten der Umweltfreundlichkeit vereinbaren lassen.

GroÃ?unternehmen im Einklang mit der Umwelt

Zum einen sind es zahlreiche EU-Richtlinien, die immer bessere ökobilanzen von den Unternehmen fordern, auch was die Intralogistik betrifft. Zum anderen ist das ökologische Bewusstsein der Gesellschaft in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und macht auch vor der Industrie nicht Halt. Technische Neuerungen wie etwa Dieselpartikelfilter oder umweltfreundliche Hybridantriebe haben den lauten, emissionsstarken Diesel-Staplern den Kampf angesagt. Denn vor allem Flurförderfahrzeuge belasteten die Umwelt in der Vergangenheit erheblich. Immer mehr Unternehmen arbeiten deshalb an Alternativen und setzen auf firmeneigene Umweltstrategien. Toyota beispielsweise hat im Rahmen der Toyota Enviromental Challenge bereits erste Gabelstapler mit Brennstoffzellenantrieb eingeführt. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl auf 180 Einheiten steigen. Jungheinrich hat die Gesamtemission seiner Flotte in den vergangenen 10 Jahren um 25 Prozent gesenkt und trägt als erster Flurförderzeug-Hersteller das Umweltprädikat "Geprüfte Ökobilanz". Neben Technologien wie dem Hybridantrieb, der Brennstoffzelle und einem hauseigenen Lithium-Ionen-Energiespeicher setzt die Marke immer noch auf umweltfreundliche Hebegeräte wie diese. Sie werden manuell oder elektrisch betrieben, sind emissionsfrei, geräuscharm und ermöglichen in der Intralogistik mehr Effizienz auf höchster umweltfreundlicher Basis. Man darf gespannt sein, was die Zukunft an weiteren technischen Innovationen hervorbringt. Seit 2009 ist die Intralogistik stark im Wandel, eine gute Nachricht für unseren Planeten.



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