© Gerd Altmann - pixabay.com
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Klimaschutz & Energiewende können nicht länger warten!

Kurz und Kern müssen jetzt eine ambitionierte Energie- und Klimastrategie sowie eine Reform des Ökostromgesetzes schaffen

Die aktuelle Regierungskrise darf nicht auf Kosten des Erhalts unserer Lebensgrundlagen gehen, mahnt die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die Parteichefs Sebastian Kurz und Christian Kern zur Zusammenarbeit in wichtigen Zukunftsfragen. "Klimaschutz und Energiewende können nicht länger warten! Österreichs Bevölkerung und Unternehmen brauchen nach jahrelangen Diskussionen mit einer ambitionierten Energie- und Klimastrategie endlich Klarheit, wie die Energiewende in Österreich weitergeht", betont Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. "Dazu braucht es eine Reform des Ökostromgesetzes, die neue Investitionen auslöst und Arbeitsplätze schafft. Sebastian Kurz und Christian Kern haben ihre Unterschrift unter das Arbeitsprogramm der Regierung gesetzt und müssen jetzt diese wichtigen Zukunftsprojekte auch umsetzen!"

Letztes Jahr hat die Republik Österreich das Klimaschutzabkommen von Paris ratifiziert. Bis jetzt sind aber nennenswerte Maßnahmen völlig ausgeblieben. Dabei besteht großer Handlungsbedarf: Die Treibhausgasemissionen in Österreich liegen immer noch auf dem Stand von 1990, während sie EU-weit um ein Viertel gesunken sind und noch immer werden 65 Prozent unseres Energieverbrauchs durch Kohle, Öl und Gas gedeckt. Es ist höchst an der Zeit, die gewaltigen wirtschaftlichen Potenziale zu heben, die die Energiewende uns bietet. Nicht zuletzt deshalb haben bereits im Jänner 190 Unternehmen gemeinsam mit den führenden Umweltschutzorganisationen für eine ambitionierte Klima- und Energiestrategie an die Regierung appelliert.

Beim Ökostromgesetz wurde wiederum jahrelang an einer Reform verhandelt. Hunderte Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energie könnten rasch ihre Arbeit aufnehmen, wenn man nur eine Förderzusage erteilen würde. Allein 260 Windräder sind in der Warteliste, aber auch bei allen anderen erneuerbaren Erzeugungstechnologien bestehen Potenziale. Der EU-beihilfenrechtliche Spielraum für einen raschen Abbau der Warteliste besteht, wie zahlreiche Gutachten zeigen. "Die Bundesregierung darf sich nicht in Neuwahlen verabschieden, ohne eine einzige nennenswerte Klimaschutzaktivität gesetzt zu haben. Es ist höchst an der Zeit, bei der Energiewende anzupacken und Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Parteichefs Sebastian Kurz und Christian Kern müssen unser Land in dieser wichtigen Zukunftsfrage noch vor den Neuwahlen weiterbringen", so Wahlmüller abschließend.



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Weitere Infos: Global2000

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