© Global 2000- TV Salon- Was wäre wenn?
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GLOBAL 2000 startet mit Thema "Mobilität" MUTTER ERDE-Rahmenprogramm "Was wäre, wenn...?" -

Im Rahmen des diesjährigen Klima-Schwerpunktes von ORF MUTTER ERDE präsentiert die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 den ersten Teil einer neuen Kurzstudien-Serie "Was wäre, wenn...?" mit dem Thema Mobilität.

Die GLOBAL 2000-Reihe "Was wäre, wenn...?" stellt dabei die wichtigsten Fakten rund um das Thema Klimaschutz dar und zeigt, wie einfach sich die Welt zum Positiven verändern ließe, wenn wir bei Wohnen, Ernährung, Konsum und Mobilität umdenken und einen besseren, ökologischeren Weg einschlagen würden. "Diese Reihe soll Bewusstsein darüber schaffen, dass wir etwas ändern können und müssen, denn jeder und jede von uns hat es in der Hand", sagt Bernhard Wohner, Nachhaltigkeitsexperte bei GLOBAL 2000.

Wie sich die Österreicherinnen und Österreicher fortbewegen

In Österreich sind rund 4,8 Millionen PKW zugelassen - im Schnitt hat also jeder/jede Zweite einen PKW. Diese PKW werden zu zwei Drittel mit Diesel, zu einem Drittel mit Benzin betrieben. Nur 10.000 PKW werden in Österreich rein elektrisch betrieben. Jeder PKW wird im Durchschnitt jährlich 12.368 Kilometer gefahren. Von den insgesamt 104 Milliarden Personenkilometern der Österreicherinnen und Österreicher werden satte 74 Prozent, also 76 Milliarden Personenkilometer, mit dem Auto zurückgelegt. Der Straßenverkehr gehört zu Österreichs größten Umweltsorgenkindern, denn dort sind die Treibhausgasemissionen seit 1990 um 60 Prozent (2015) am stärksten gestiegen. Insgesamt ist der Straßenverkehr für 28 Prozent der österreichischen Treibhausgasemissionen verantwortlich. "Wirklich problematisch ist jedoch die Tatsache, dass 40 Prozent aller PKW-Fahrten kürzer als fünf Kilometer, weitere 21 Prozent kürzer als zehn Kilometer sind. Strecken also, die in vielen Fällen auch zu Fuß bzw. mit dem Rad zurückgelegt werden könnten", betont Wohner.

Was wäre, wenn...?

Was wäre, wenn die Österreicherinnen und Österreicher nun alle PKW-Fahrten unter fünf Kilometern mit dem Rad ersetzen würden? "Dies würde bedeuten, dass rund fünf Milliarden Kilometer weniger mit dem Auto gefahren würden, wodurch 785.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden könnten", sagt Wohner. Das entspricht einer Einsparung von rund 100.000 Erdumrundungen oder den Emissionen von 87.000 ÖsterreicherInnen, einer Stadt in der Größenordnung von Villach oder Klagenfurt.

Und was ist mit dem Flugzeug?

42 Prozent aller Flüge von und nach Wien-Schwechat sind kürzer als 800 Kilometer. Dies trifft auch auf vier der fünf beliebtesten Destinationen (Frankfurt, Zürich, Düsseldorf, Berlin) zu. "Die Treibhausgasemissionen betragen durch diese Flugbewegungen in Summe 14,5 Millionen Tonnen CO2, die Hälfte davon wäre Schwechat zuzuschlagen", erklärt Wohner. Würden nun alle Destinationen unter 800 Kilometer, für die es eine Zugverbindung aus Wien gibt, mit dem Zug ersetzt werden, so könnte dies das Klima um rund 600.000 Tonnen CO2 entlasten. Dies entspricht den CO2-Emissionen von 66.000 ÖsterreicherInnen, einer Stadt der Größenordnung von Hall in Tirol.

Mutige Schritte in Richtung nachhaltige Mobilität setzen

"Was es braucht, sind mutige Schritte - von jedem und jeder Einzelnen, aber genauso von der Politik", sagt Wohner. "Jeder von uns kann öfter das Rad zur Fortbewegung verwenden, zu Fuß gehen oder den öffentlichen Verkehr benützen."

Eine Streichung der steuerlichen Begünstigung fossiler Treibstoffe inklusive der Steuerbefreiungen des Flugverkehrs, aber auch eine Reform der Pendlerpauschale nach ökologischen und sozialen Kriterien kann dabei zur Finanzierung des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs, sowie von Rad- und Fußwegen vor allem in ländlichen Regionen dienen. "Die Reduktion des PKW-Aufkommens bedeutet bessere Luftqualität, sowie mehr Platz für Grünflächen und stellt dadurch auch einen positiven Beitrag zu unserer Gesundheit dar", so Wohner abschließend. [Hier] (www.global2000.at/klimastudie-mobilitaet) geht's zur Studie "Was wäre, wenn...?"



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