© oekonews.at
© oekonews.at

Wasser: Spannende Reise durch fünf Kontinente zeigt kritische Punkte unseres Ökosystems auf

Ausstellung "Edward Burtynsky – Wasser" vom 23. März – 27. August 2017 im Kunsthaus Wien

© oekonews W.J.Pucher / Pressegespräch im KUNST HAUS WIEN
© oekonews W.J.Pucher / Pressegespräch im KUNST HAUS WIEN
© oekonews W.J.Pucher /  Edward  Burtynsky vor einem seiner beeindruckenden Bilder
© oekonews W.J.Pucher / Edward Burtynsky vor einem seiner beeindruckenden Bilder

Erstmals ist der bekannte kanadische Fotograf Edward Burtynsky (*1955), der mit beeindruckenden großformatigen Fotografien, weltberühmt wurde, mit einer umfassenden Einzelausstellung in Österreich vertreten. Das KUNST HAUS WIEN widmet dem Künstler, der seine Begabung seit über 30 Jahren in den ‘Dienst der Kultur der Nachhaltigkeit’ stellt, nun eine Ausstellung mit beeindruckenden Bildern.

Der gezeigte Werkzyklus beschäftigt sich mit einem Thema von globaler Relevanz: Wasser als wertvolle Ressource, als täglich notwendiges Element für unseren Körper und unseren Planeten und als Urquell des Lebens schlechthin.

Für seine Werkserie Wasser durchquerte Burtynsky fünf Kontinente, um ökologische Extremsituationen im Zusammenhang mit Wasservorkommen, deren Nutzung und Verteilung, sowie die Verschwendung von Wasser zu erkunden und festzuhalten. Er wählte Orte, an denen das ökologische Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde und zeigt auf, welche Gefahren in der fortwährenden Ausbeutung von Wasserressourcen liegen. So handeln seine Fotos beispielsweise von Flüssen wie dem Colorado oder dem Sacramento River, deren inzwischen ausgetrocknete Mündungen fantastische Spuren in der Landschaft hinterlassen und ein Spiel von Farben und Linien gleich abstrakter Bilder produzieren. Die meist aufwändig aus der Vogelperspektive fotografierten Aufnahmen erzählen auch von den Folgen des Nickelabbaus: Das Wasser der Flüsse ist verführerisch rot gefärbt, der ölgetränkte Sand schillert bunt, verdorrte Bäume verweisen auf das angereicherte Uran. Die Fotografien sind Dank ihrer visuellen Abstraktion im Zusammenspiel mit perfekten Bildkompositionen von einer eigenartigen Ästhetik geprägt, die sie im Widerspruch zu den monumental-brutalen Bildinhalten poetisch verklärt
erscheinen lässt.

Edward Burtynskys ‘Wasserbilder’ beeindrucken mit einem etwas anderen Blick auf die kritischsten Punkte unseres Ökosystems und sind auch eine Mahnung, dass wir handeln sollen, da wir durch unsere Lebensbedingungen nachhaltig bedroht sind. Sein methodischer Ansatz, die Aufnahmen immer in Begleitung der Geschichte und Beschaffenheit des jeweiligen Ortes und mit vielfältigen aktuellen Bezügen zu präsentieren (ob politische Vereinbarungen, gesellschaftliche Forderungen, geografische Voraussetzungen oder wissenschaftliche Daten) trägt dazu bei, die Tragweite des Problems erfahrbar zu machen. ‘Durch die Kunst rkann der Mensch für die Folgen seines Handelns sensibilisiert werden’, so Burtynsky, ‘ (…) weil wir durch die Kunst unser Bewusstsein erhöhen und unsere Geschichten entwickeln.’


Ein umfassendes Diskurs- und Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung mit Exkursen in naturwissenschaftliche und ökonomische Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Thema Ressource Wasser.

Im Rahmen der Ausstellung wird der Dokumentarfilm Where I Stand, 2013 Jennifer Baichwal und Edward Burtynsky gezeigt. (9:41 Minuten, Editor: David Schmidt, Kamerateam: Jim Panou, Mike Reid, Nick de Pencier und Noah Weinzweig)

Die Ausstellung wird von Enrica Viganò und Bettina Leidl kuratiert und wird in Kooperation mit Admira, Milano realisiert.

Weltwassertag
Die Vereinten Nationen haben den 22. März jedes Jahres zum Weltwassertag ausgerufen. Ziel ist es, dem global bedeutsamen Thema Wasser Bedeutung und Aufmerksamkeit zu widmen. Der UNESCO Weltwasserbericht weist Österreich auf Platz 18 von insgesamt 122 untersuchten Ländern aus. Die hohe Trinkwasserqualität ist wichtiger Teil der österreichischen Identität.

FAKTEN
Ausstellung im KUNST HAUS WIEN
Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien
KuratorInnen Enrica Viganò, Bettina Leidl
Ausstellungsdauer 23. März 2017 bis 27. August 2017
Booklet Zur Ausstellung erscheint ein Booklet mit farbigen Abbildungen mit
Texten von Enrica Viganò und Bettina Leidl.

Rahmenprogramm:

Donnerstag, 23. März 2017, 18 Uhr
Vortrag von Edward Burtynsky

Montag, 3. April 2017, 18 Uhr
Andreas H. Bitesnich und Greenpeace präsentieren den Arktis-Bildband ‘Troubled Waters’

Montag, 24. April 2017, 20 Uhr
Filmscreening Watermark im Burg Kino Wien

Mittwoch, 31. Mai 2017, 17 Uhr
Symposium After Us, The Flood kuratiert von Oliver Ressler

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt Museum Hundertwasser € 11 oder Fotoausstellung € 9
Kombiticket für beide Ausstellungen € 12
Jahreskarte € 22 / Familienjahreskarte € 39
Kinder bis 10 Jahre gratis, 11 bis 18 Jahre € 5
Zugang zu Galerie und Garage frei

kunsthauswien.com



Wolfgang J.Pucher für oekonews


Artikel Online geschalten von: / holler /