© Fraunhofer IWES | Energiesystemtechnik / Die Speicherkugel ist nun wieder an Land
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Test des Unterwasser-Pumpspeicherkraftwerks war Erfolg

Speicherkugel zeigte auf, dass sie im Praxiseinsatz funktioniert

In der Vorwoche wurde die Speicherkugel aus Beton vom Seegrund vor Überlingen (Bodensee) aus 100 m Tiefe wieder an die Oberfläche gezogen. In einem vierwöchigen Modellversuch konnte bereits Ende 2016 die Funktion des neuartigen Speicherprinzips im Bodensee erfolgreich getestet und nachgewiesen werden. Derzeit werden die Daten ausgewertet, um damit die entwickelten Computersmodelle weiter zu verbessern.

Die SpeicherKugel, die einen Durchmesser von drei Metern hat, ist der wichtigste Teil des Kugelpumpspeicherkraftwerks. Sie ist hohl und hat an der Unterseite ein Ventil, dass man öffenen kann, wodurch Wasser einströmt, dass eine Turbine antreibt. Wenn die Kugel weiter versenkt wird, kommt es zu mehr Druck und gleichzeitig damit zu verbesserter Turbinenleistung. Bei Stromüberschuss kan das Wasser wieder aus der Hohlkugel gepumpt werden, wodurch sie danach wieder für die Stromerzeugung eingesetzt werden kann.

Projektleiter Matthias Puchta vom Fraunhofer-Institut freut sich, dass eine Speicherung beim Praxistest erfolgreich funktioniert hat. Damit könnte in Zukunft eine Speicherung überschüssigen Stroms gelingen. Nun soll eine größere Kugel im Meer realisieren werden, um weitere Tests umsetzen zu können.


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