© Pete Linforth - pixabay.com
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Aktuelle Messwerte: Jod-131 in der bodennahen Luft nachgewiesen

An verschiedenen Spurenmessstellen in Europa, darunter auch an der des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Freiburg, wurden in sehr geringer Konzentration Jod-131 in der bodennahen Luft nachgewiesen.

Die Aktivitätskonzentrationen lagen/liegen im Bereich von Millionstel Becquerel pro Kubikmeter und darunter. Es handelt sich um sehr niedrige Werte, die nur von hochempfindlichen Detektoren überhaupt registriert werden und die keinerlei Anlass zur Besorgnis geben.

Derartige Nachweise sind nichts Ungewöhnliches und wurden auch in der Vergangenheit schon beobachtet, meistens im Winter bei stabilen Hochdruckwetterlagen mit geringen Windgeschwindigkeiten und Inversion.

Aktuell wurden geringe Konzentrationen von Jod-131 zunächst in der 2. Kalenderwoche 2017 in Nord-Norwegen, Finnland sowie der Tschechischen Republik und in den folgenden Wochen auch in Deutschland, Frankreich und Spanien nachgewiesen. Wo die Quelle liegt bzw. ob es sich um eine oder mehrere Quellen handelt, lässt sich derzeit kaum rekonstruieren.

Jod-131 ist ein künstliches Radionuklid, das unter anderem in der Medizin eingesetzt wird und auch beim Betrieb von Kernkraftwerken entsteht. Ein Indiz für einen nuklearen Unfall sehen Experten anhand der Messergebnisse aber nicht.

Quelle:www.bfs.de


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