© Die Wunderpflanze Hanf
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Cannabismedizin

Das Buch wurde vor kurzem in Wien vorgestellt - oekonews war bei der Buchpräsentation

© oekonews- Pucher/ RA.Mag. Gottfried Hudl, Dr. Kurt Blaas und Adi Hirschal bei der Buchpräsentation
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© oekonews- Pucher/ Hanfproduktion in Laa an der Thaya "Hanfland"
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© oekonews-Pucher/ Zahlreiche Gäste kamen zur spannenden Buchpräsentation
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© oekonews-Pucher/ Fr. Mag.Blaas mit Gästen im Gespräch
© oekonews-Pucher/ Fr. Mag.Blaas mit Gästen im Gespräch
© Blaas/ Das neue Buch Cannabismedizin
© Blaas/ Das neue Buch Cannabismedizin

Hanf hat als Kulturpflanze eine jahrhundertelange Tradition, schon im alten China war Hanf als Heilpflanze bekannt. Es ist eine äußerst vielfältig einsetzbare Pflanze, die zur Erzeugung von Fasern, Öl und unterschiedlichsten Nahrungsmitteln eingesetzt werden kann. Erst in den 1930-er Jahren geriet Hanf als Droge in Verruf. Seit dem Beitritt Österreichs zur EU ist auch in Österreich der Anbau von gewissen Sorten, deren THC-Gehalt unter 0,2 mg liegt, wieder legal und erlebt ein Revival. Die Pflanze besticht auch mit ihrem extrem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren.

Seit mehr als 20 Jahren setzt der Wiener Allgemeinmediziner Dr. Kurt Blaas bereits auf Cannabis in der Medizin. Unter medizinischer Anleitung und durch Auslese der Cannabissubstanzen ist dies heute kein Problem. Natürliche Cannabissubstanzen sind weit besser als chemische Substanzen einsetzbar. Tees und Tropfen aus diesen Cannabissubstanzen sind gut verträglich und äußerst einfach in der Anwendung, gerade bei älteren und chronischen Patienten.

Laut Aussage von Günther Schmid, Geschäftsführer von Hanfland), werden in Niederösterreich und im Burgenland derzeit auf ca. 500 ha Hanf angebaut.

Dr. Blaas stellte fest, dass etwa 700 Patienten und Patientinnen pro Jahr zu diesem Thema in seine Praxis kommen, dass man in 2 Stunden die Grundsätze der Hanfmedizin versteht, in Österreich ist jedoch die Cannabisblüte, die 80 verschiedene Natursubstrate enthält, verboten. Es ist jedoch erlaubt, Hanfpflanzen zu verkaufen und diese bis zur zu Blüte züchten. Die AGES hat als einzige Organisation das Recht, in Österreich im Bereich Hanf zu forschen, für Hanfmedizin gibt es leider noch KEINE Leitlinien. Das UNO-Einheitsabkommen aus dem Jahr 1961 verhindert durch sein Drogenverbot den weltweiten Handel mit Drogen nicht. Der Drogenkonsum hat seit damals sogar zugenommen. Das Abkommen erschwert aber die Verwendung von Cannabis in der Medizin, obwohl die Behandlung von Patienten mit mehreren Leiden gleichzeitig, bei denen die Schulmedizin versagt, sehr oft ein Vorteil wäre. Ein synthetisches Cannabisprodukt ist zwar am Markt, aber viele Mediziner haben immer noch Angst vor dessen Einsatz.

Hanfmedizin in der Geriatrie einzusetzen, wäre für so manche Patienten eine
gute Lösung, da dies heißt "keine Schmerzen" zu haben, gut zu schlafen, gut gelaunt sein, keine Depressionen zu haben. Gleichzeitig wirkt Hanf auch Appetit anregend. Cannabis ist ein natürliches Heilmittel, das bei uns leider noch nicht legalisiert ist.

Dr. Blaas gibt mit seinem Buch "Cannabismedizin zum ersten Mal in Österreich Einblick in die Grundlagen der Cannabismedizin. Blaas stellt im Buch die Wirkungsmechanismen der Cannabispflanze dar und erklärt wie die medizinische Versorgung von diesem vielversprechenden jedoch rechtlich heiklen Medizinzweig in Österreich funktioniert. Viele PatientInnen würden sich die getrocknete Cannabisblüte zwecks Heilung Ihrer Krankheit wünschen, in Österreich ist ihr Einsatz allerdings noch nicht erlaubt.

Warum es so ist, wie es kulturhistorisch dazu kam und mit welchen Konsequenzen man bei eigenmächtiger Behandlung mit Cannabis zu rechnen hat, wird im Buch ausführlich von Rechtsanwalt Mag. Gottfried Hudl und Kulturhistoriker Dr. Lutz Musner erklärt.

Autor: Wolfgang J.Pucher für OEKONEWS



Film: Pedrp Hofmann/ www.visual-act.com im Auftrag von Indras Planet


Artikel Online geschalten von: / stevanov /