© derplani / pixabay.com
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Umweltbundesamt unterstützt EU-Nachbarstaaten beim Wasserressourcen-Management

Grenzüberschreitendes Wasserprojekt in sechs Ländern

Wien - Diese Woche steht für die Wasser-ExpertInnen des Umweltbundesamtes ein Treffen mit dem ukrainischen Vizeminister für Ökologie und natürliche Ressourcen, Mikola Kuzio, auf dem Programm. Schwerpunkt des Arbeitsbesuchs in der Ukraine ist, festzulegen, wie das strategische Wasserressourcen-Management der Ukraine auf Basis der EU-Wasserrahmen-Richtlinie in den nächsten Jahren gestaltet und unterstützt werden kann. Nicht nur die ukrainischen Behörden bauen beim Wasserressourcen-Management auf Know-how aus der EU. Im länderübergreifenden Projekt EUWI+ ist das Umweltbundesamt mit Partnern aus Frankreich und Kroatien in fünf weiteren Ländern aktiv:
Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien und Weißrussland. ‘Der Zugang zu sauberem Wasser und die ökologische Funktionstüchtigkeit der Gewässer sind elementar für eine nachhaltige Entwicklung in diesen Ländern’, erklärt Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig. ‘Wir unterstützen sie mit der Erfahrung aus über 110 Länderpartnerschaften dabei, ihre Kapazitäten für den sorgsamen Umgang mit dieser kostbaren Ressource auszubauen.’

Die ExpertInnen des Umweltbundesamtes entwickeln in enger Zusammenarbeit mit dem BMLFUW seit über 30 Jahren Maßnahmenprogramme, Schutz- und Sanierungsstrategien, um die Wasserqualität in Österreich langfristig zu erhalten. Ihr Know-how reicht von der Schadstoffanalytik über Gewässerbiologie bis hin zum Datenmanagement und zur Entwicklung von Modellen und Szenarien, mit denen Klimaeinflüsse oder Hochwasserrisiken abgebildet werden können. Von dieser Expertise profitieren nationale Einrichtungen, Europäische Kommission, EU-Mitgliedsstaaten und EU-Nachbarländer bei der Entwicklung rechtlicher Vorgaben und der Implementierung europäischer Standards wie der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Das Projekt EUWI + ist ein Beitrag zur Europäischen Nachbarschaftspolitik. Die finanziellen Mittel dafür kommen von der Europäischen Kommission (DG NEAR), dem EU-Förderprogramm zur verbesserten Zusammenarbeit in der östlichen EU-Nachbarschaftsregion und der EU Wasserinitiative Plus. Auf nationaler Ebene beteiligen sich die Austrian Development Agency, das BMLFUW und das französische Office International de l'Eau.


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