© kremayr-scheriau.at
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Das schmutzige Geld der Diktatoren

Ein Buch-Tipp

Irgendwie weiß es ja ein Jeder. Österreichs Bankgeheimnis ist ein Ort der Glückseligkeit für Menschen, deren Vermögen aus dubiosen Quellen stammt. Gerne reden wir uns ein, dass andere Länder diesen Job für uns erledigen, wenn wir selbiges lockern. Da gibt's die Cayman Islands oder die Schweizer, die seit der Nazi-Zeit prächtig von solchen Einnahmequellen leben und noch genügend andere Handlanger. Die würden dann einfach mehr Geld verdienen, weshalb wir so richtig dämlich wären, wenn wir diese Finanzquelle austrocknen würden. Aber dann liest Du dieses Buch und Dir wird klar, dass dieses System verantwortlich ist, dass sich Dikatoren und Kriegsgewinnler niemals solange halten könnten, würden sie nicht genau von solchen Staaten hofiert werden. Florian Horcicka deckt exemplarisch an unzähligen Beispielen auf, wie sehr die Diktatoren-Gilde in Österreich ihr Geld in Sicherheit bringt, das sie zuvor ihren eigenen Landsleuten mit Blut abgerungen hat.

Und wieder einmal ist Erdöl die Triebfeder

Und dann wird Dir klar, dass mit einer Fortführung dieser Politik dieses Blut wie ein Ölfilm an unseren Händen klebt. Apropos Öl. Auf nicht weniger als 40 Seiten werden die Zusammenhänge zwischen der Rohstoffgewinnung aus fossilen Energien als unverzichtbare Einkommensquelle der Despoten dargestellt. Auch wenn es in diesem Buch in keinem Wort erwähnt wird, aber klar ist wieder einmal: Wir müssen noch viel schneller weg vom "schwarzen Gold". Stattdessen diskutieren wir aber in Österreich, ob uns Windräder oder andere Erneuerbare Energieträger gefallen oder nicht. Und genau damit fördern wir stillschweigend weiter die Ausbeutung unserer Ressourcen und die Kriege, die damit finanziert werden und wundern uns dann, warum die dort lebenden Menschen zu uns fliehen.

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Kremayr & Scheriau 2015 (Verlag)

P.S: Wer mehr über die Zusammenhänge zwischen Öl & Kriegsfinanzierungen erfahren möchte, hat beim Windsymposium der IG Windkraft am 9. März in Wien mit hochkarätigen ReferentInnen dazu die einmalige Möglichkeit.


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