© Kleinwasserkraft Österreich
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Kleinwasserkraft Österreich: Paris ist Aufbruch für 100% erneuerbare Energie in Österreich

EU-Ziele und Österreichs Ziele für Klimaschutz und Ökoenergien jetzt anheben!

Kleinwasserkraft Österreich begrüßt den Abschluss des Pariser Übereinkommens zum globalen Klimaschutz. "Als Vertreterin der klimafreundlichen Kleinwasserkraft freue ich mich über ein Abkommen, das den Klimawandel auch für die nächsten Generationen einigermaßen stabilisiert", bezieht sich Kleinwasserkraft Geschäftsführerin Martina Prechtl auf das vereinbarte Ziel von maximal 1,5°C globale Erwärmung. Das bedeutet aber auch, dass die EU-Vertreter und die Österreichische Bundesregierung ihr Versprechen wahrmachen müssen, im Falle eines global verbindlichen Klimaschutzabkommens die bisherigen Ziele für Klimaschutz und erneuerbare Energien nachzubessern. "Wir brauchen in Österreich nicht bis 2023 warten um 100% erneuerbare Energien bis 2050 in Europa und in Österreich zu verankern", betont stv. Geschäftsführer Erwin Mayer.

Ein eigener Energiewendevertrag im EU-Primärrecht, wie von Umweltminister Rupprechter erneut "im Zentrum" angesprochen, wäre dazu ein konkreter Schritt und sollte von Österreich in Brüssel auf die Tagesordnung gesetzt werden. Diese notwendige Beschleunigung des Klimaschutzes und des gleichzeitigen Verzichts auf Atomenergie wird alle erneuerbaren Energietechnologien benötigen und die prognostizierbare und stabile Kleinwasserkraft-Ökostromproduktion ist der Kern jeder dezentralen Energiewende in Ländern wie Österreich. Der Anteil von Strom am Gesamtenergieverbrauch wird sich erhöhen, weil der Verkehr bei seiner jetzt nach Paris feststehenden Dekarbonisierung wie auch die Industrie (z.B. CO2-freier Stahl) mehr Ökostrom benötigen werden. "100% Ökostrom bis 2030 gemessen am Stromverbrauch sind daher der Starschuss für eine österreichische Klima- und Energiestrategie", präzisiert Mayer die Bedeutung von Paris für Österreichs Klima- und Energiepolitik.

Und auch wenn gestern "im Zentrum" viele Teilnehmer punkto klarer Aussagen zur Notwendigkeit einer CO2-Steuer zögerlich waren, wird Österreich nicht umhinkommen eine ökologische Steuerreform zu beschließen, bei der eine moderat beginnende aber stetig ansteigende CO2-Steuer den Schwerpunkt einer aufkommensneutralen Ökologisierung des Steuersystems ausmacht. "Die zwei Bedingungen von IV-Präsidenten Kapsch sind absolut richtig und erfüllbar. Die Standortattraktivität Österreichs muss erhalten werden und es darf zu keiner Anhebung der Steuer- und Abgabenquote kommen". Wenn man schon bereit ist dabei von einer Inputbesteuerung (Kohle, Öl, Gas in das Kraftwerk, den Industriebetrieb) zu einer Outputsteuer (Belastung des carbon footprint der Produkte) umzusteigen bzw. in diese Richtung zu ergänzen, dann wäre laut Kleinwasserkraft Österreich eine Besteuerung der produzierten Kilowattstunde Strom nach dem CO2-Gehalt ein notwendiger Schritt. Damit könnten Atom- und Kohlestromimporte nach Österreich massiv reduziert werden und der Strom aus heimischen Ökostromanlagen würde besser vergütet werden und dadurch Öko-Kraftwerke erhalten bleiben und schneller ausgebaut werden.

"Paris ist ein Aufbruch, lebt aber nur dann, wenn die Staaten jetzt aber bei der Umsetzung ordentlich Ökoenergie geben" so Prechtl.

Quelle: Kleinwasserkraft Österreich


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