©  Kevin Phillips / pixabay.com
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COP21: Think global, act local - 15 Tipps für klimafreundliche Mobilität

VCÖ: Verkehr ist Österreichs größtes Sorgenkind beim Klimaschutz

Die Zukunft der zukünftigen Generationen hängt wesentlich von den Ergebnissen der Klimakonferenz COP21 in Paris ab. Alle wissen "there’s no Planet B", wie es US-Präsident Barack Obama immer wieder betont. Die heutige Generation ist die letzte, die den Klimawandel bremsen kann. Globale Rahmenbedingungen sind für den Klimaschutz unverzichtbar, ebenso der Beitrag von jedem und jeder einzelnen. Der VCÖ bietet auf seiner Website unter www.vcoe.at Klimaschutz-Tipps für den Alltag.

"Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung zu bekämpfen." (Papst Franziskus in der Umweltenzyklika "Laudato Si")

"Je mehr Erdöl verbrannt wird, umso stärker wird der Klimawandel angeheizt. Die Folge ist, dass noch mehr Regionen unbewohnbar werden, was wiederum zusätzliche Migrationsbewegungen auslöst. Es ist die Aufgabe der heutigen Generation zum Schutz unserer Kinder und Kindeskinder Maßnahmen zu setzen, die die Erderwärmung bremsen. Die Maßnahmen sind vorhanden und sie sind bekannt. Jetzt ist es wichtig, vom Wissen zum Handeln zu kommen", stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen anlässlich des heutigen Beginns der Klimakonferenz COP21 fest.

Der Verkehr ist in der EU der größte Problembereich beim Klimaschutz, besonders auch in Österreich. Noch im Jahr 1990 verursachte in Österreich der Sektor Raumwärme so viele Treibhausgas-Emissionen wie der Verkehr. Doch während im Bereich der Raumwärme durch wirksame Maßnahmen die Treibhausgas-Emissionen deutlich verringert wurden, nahmen die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs um mehr als 60 Prozent zu. Heute verursacht der Verkehr bereits drei Mal so viele Treibhausgas-Emissionen wie die Raumwärme.

"Die Energiewende ist ohne Mobilitätswende nicht erreichbar. Gerade im Verkehrsbereich haben Klimaschutz-Maßnahmen einen vielfältigen Nutzen", betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Wird zum Beispiel weniger mit dem Auto gefahren und stattdessen häufiger mit Öffis und Rad oder mehr zu Fuß gegangen, werden sowohl die klimaschädlichen Emissionen als auch die gesundheitsschädlichen Schadstoffe verringert und die Luftqualität verbessert.

Klimaschutz im Verkehr ist ein Jobmotor: Pro eine Milliarde Euro werden durch Investitionen in den Ausbau der Schiene oder in die Infrastruktur für das Radfahren um rund 50 Prozent mehr Arbeitsplätze geschaffen als durch den Bau von Autobahnen. Die privaten Haushalte wiederum sparen sich viel Geld, wenn sie mehr Erledigungen mit Öffis, Rad oder zu Fuß machen können. Mehr klimafreundliche Mobilität allgemein und die Elektromobilität im besonderen machen Österreich vom Erdöl unabhängiger, weniger Geld fließt für Erdölimporte in die Kassen von Regimen, wo Menschenrechte mit den Füßen getreten werden.

Wichtige Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche Mobilität sind unter anderem eine gute Nahversorgung, eine verkehrssparende Stadtplanung und Siedlungsentwicklung, der Ausbau des nachhaltigen Mobilitätsangebots sowie mehr Carsharing-Angebote. Jeder und jede von uns kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der VCÖ hat auf seiner Website unter www.vcoe.at 15 Tipps für klimafreundliche Mobilität zusammengestellt.



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