© Astrid Knie
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Viel Schwung im Ausbau der Windenergie

Mit einem neuen Besucher Rekord von über 350 TeilnehmerInnen ging das 10. Windenergie-Symposium AWES im Landhaussaal in St. Pölten am 18. Und 19. Oktober 2011 über die Bühne

Mit einem neuen Besucher Rekord von über 350 TeilnehmerInnen ging das 10. Windenergie-Symposium AWES im Landhaussaal in St. Pölten am 18. Und 19. Oktober 2011 über die Bühne. Die internationalen Vortragenden und TeilnehmerInnen des Symposiums zeigten sich überaus optimistisch angesichts des neuen Ökostromgesetzes und es war die Hoffnung spürbar, dass stabilere und sichere Zeiten für den Ausbau der Windenergie in Österreich angebrochen sind.

10. Windenergiesymposium AWES - Die ganze Windbranche gibt sich ein Stelldichein Mehr als 350 TeilnehmerInnen, so viele wie nie zuvor, besuchten an den vergangenen zwei Tagen den bedeutendsten Event in Sachen Windenergie in Österreich. Die gesamte Branche diskutierte über aktuelle und zukünftige Themen der Windenergie.

Als Keynote Speaker berichtet Dr. Anselm Görres vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft Berlin über die Studie "Was Strom wirklich kostet". "Rechnet man alle Subventionen und externe Kosten verschiedener Energiesysteme zusammen, sind schon heute die erneuerbaren Energien die günstigsten Stromerzeugungstechnologien!" führte Görres aus.

Technologische Neuerungen wurden vorgestellt und der gesamten Windbranche präsentiert. Erstmals stellte Alpswind eine Weltneuheit einer breiten Öffentlichkeit vor. "Wir wollen mit unserem neuen Turm die Windenergie noch grüner machen" berichtet Jürgen Jesenko, Geschäftsführer von Alpswind, und führt weiter aus: "Dieser besteht nicht nur komplett aus Holz, sondern wird auch zur Gänze in Österreich gefertigt." Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft ergänzt: "Ich bedanke mich bei Alpswind und Vestas, dass sie unser Windenergiesymposium als Hauptsponsoren unterstützen!" Vestas ist der Marktführer der Windkrafthersteller und hat auch in Österreich in Schwechat eine Niederlassung. "Für Vestas ist es essentiell in unseren Märkten personell stark aufgestellt zu sein, um die Windkraftanlagen optimal warten zu können und auf die Bedürfnisse der Betreiber individuell eingehen zu können. Daher haben wir am Schwechater Standort mehr als 100 Personen die sich dem österreichischen und osteuropäischen Markt widmen" berichtet Karl Fatrdla, Sales Director von Vestas Österreich und Osteuropa.

Weiters wird eine brandaktuelle Meinungsbefragung, die vom renommierten Meinungsforschungsinstitut Karmasin durchgeführt wurde, vorgestellt. "Die Zustimmung zur Windenergie ist in ganz Österreich ungebrochen hoch" berichtete Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Motivforschung Ges.m.b.H. Inhaltlich werden Themen wie Alpine Standorte, Waldstandorte, die Netzintegration von Windenergie und die Kleinwindkraft diskutiert. "Das AWES war heuer wieder ein voller Erfolg. Ich bin sicher dass der Schwung, den die Windenergie derzeit im Österreich hat, auch in die nächsten Jahre mitgenommen wird" zeigt sich Moidl abschließend überzeugt.

Bereits 17% der Haushalte werden durch Windkraft versorgt Aktuell sind in ganz Österreich 640 Windräder mit einer Gesamtleistung von 1040 Megawatt (MW) am Netz. Diese Anlagen erzeugen mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden (kWh) sauberen Strom, genug um 600.000 Haushalte zu versorgen. In Niederösterreich stehen mit 367 Anlagen und 586 MW mehr als die Hälfte aller Anlagen. "Der Abbau der Warteschlange wird sich in den nächsten Jahren hauptsächlich im Burgenland stattfinden. Doch bereits mit aktuellen Neuprojekten wird schon in den nächsten Jahren Niederösterreich die Führung im Windenergieausbau wieder übernommen haben" erzählt Mag. Stefan Moidl.

Windkraft wird bis 2020 viel leisten "Mit dem neuen Ökostromgesetz werden zum aktuellen Windenergiebestand von rund 1.000 MW Leistung 2.000 MW Windenergieleistung bis 2020 neu hinzukommen. Damit wird knapp 10% des Stromverbrauches durch sauberen Windstrom bereitgestellt werden und somit 50% aller österreichischen Haushalte versorgt werden. Die Ökoenergie-Erzeuger arbeiten bereits intensiv, um bei geringer Anreizfinanzierung rund 3,5 Milliarden Euro zu investieren", so Moidl.



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