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Oettinger: Ökostrom-Umlage steigt langfristig

In Deutschland gehört die Zukunft den erneuerbaren Energien.

Seit die Atomenergie im Zuge der Energiewende zum Auslaufmodell erklärt wurde, setzen Wirtschaft, Politik und Energiekonzerne nun alles daran, die ambitionierten Ausbauziele der Bundesregierung umzusetzen. Damit der Energiebedarf der Bundesrepublik bis zum Jahr 2022 ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen gedeckt werden kann, muss nun verstärkt in den Ausbau neuer Erzeugungsanlagen und in die Erweiterung der bestehenden Versorgungsnetze investiert werden. Welche Auswirkungen die grüne Energiepolitik auf die Verbraucherpreise für nachhaltig erzeugten Strom dabei in den kommenden Jahren haben wird, gilt unter den Experten der Energiebranche bislang als umstritten.

-Umlage klettert auf bis zu sechs Prozent

Die Förderung des Ökostromausbaus wird in Deutschland im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben. Das EEG garantiert den Produzenten von Ökostrom einen bestimmten Abnahmepreis, den die Netzbetreiber pro eingespeiste Kilowattstunde Strom ins öffentliche Versorgungsnetz zahlen. Da die Abnahmevergütung den Marktpreis für Energie an der Strombörse übersteigt, wird die Differenz auf die privaten Haushalte umgelegt und zum regulären Strompreis addiert. Bei 3,5 Cent liegt derzeit die Ökostrom-Umlage, die von allen Privatverbrauchern gleichermaßen gezahlt werden muss. Energiekommissar Oettinger sagt voraus, dass die EGG-Umlage in den nächsten Jahren weiter zulegen wird und auf ein Preisniveau von bis zu sechs Cent je Kilowattstunde Strom klettert. Eine so drastische Preissteigerung hätte zur Folge, dass der durchschnittliche deutsche Haushalt statt der bisherigen 120 Euro dann bis zu 210 Euro im Jahr für den Ausbau der Energie aus regenerativen Quellen wie Wind, Wasser und Sonne zahlen müsste. Weitere Preissteigerungen der Stromkonzerne sind in dieser Prognose noch gar nicht berücksichtigt worden. Demnach wird es für preisbewusste Haushalte noch wichtiger werden, sich auf Portalen wie www.steckdose.de über günstige Energieanbieter und die Möglichkeiten zum Stromsparen zu informieren.

Moderater Preisanstieg in 2012

Andere Prognosen zur Preisentwicklung auf dem Ökostrommarkt fallen weniger düster aus. So erwartet der Bundesverband Erneuerbare Energien zumindest für das kommende Jahr keine signifikanten Preissteigerungen. Die Experten der Ökostrom-Branche halten auf Grundlage ihrer eigenen Berechnungen eine Erhöhung der Verbraucherpreise für Strom nicht für notwendig, wahrscheinlich sei daher ein moderater Preisanstieg um höchstens 1,5 Cent. Die deutschen Betreiber der Transportnetze selbst wollten sich bislang nicht zur Entwicklung der Ökostromumlage im kommenden Jahr äußern. Die Netzbetreiber entscheiden im Oktober über die Höhe der EEG-Umlage für 2012.

www.steckdose.de



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