Percy Schmeiser on tour

Kernbotschaft: Koexistenz mit GVO absolut unmöglich !!!!

"Eine Koexistenz zwischen Biobauern, konventionellen Bauern und Bauern die Gentechnik anbauen ist unmöglich- Sie können den Pollenflug oder die Samenausbreitung durch Wind, Bienen oder Vögel nicht verhindern. Alle unsere Rapssaaten und Sojabohnen in Kanada sind nun GVO - genetisch veränderte Organismen. Beim Raps geht das sehr schnell. In zwei, drei, vier Jahren war unsere ganze Rapsernte stark mit GVO verunreinigt." so im Originalton Percy Schmeiser, der mittlerweile weltberühmte kanadische Rapsbauer, der dem Gentech-Riesen MS (Monsanto) erfolgreich die Stirn bietet. Er hatte gestern in Graz seinen ersten fulminanten Österreichauftritt im Zuge seiner "Tour"durch Bayern und die Alpenrepublik. Agro-Gentechnik ist eine so massive Bedrohung der Umwelt und in unmittelbarer Folge der allgemeinen Gesundheit (Pflanze - Tier - Mensch), dass ein geschlossenes unmißverständliches Vorgehen auf allen Ebenen gegen diese
Selbstzerstörung der Menschheit erforderlich ist. Anders sind die Ausführungen des kraftstrotzenden 77-jährigen nicht zusammenzufassen. Und Percy Schmeiser weiß, wovon er spricht nach zehnjährigem Kampf gegen Monsanto , einem Konzern der Geschäftspraktiken übt, die an Unverständnis wohl kaum zu überbieten sind. Das Tragische daran ist jedoch die Tragweite dieses Alptraumes : durch Aussetzung der GVO-Pflanzen ist Kontaminierung und Verseuchung Tür und Tor geöffnet und es gibt keine Möglichkeit den einmal initierten Prozess zu stoppen. Die einzige Alternative : striktes Unterlassen dieser selbstgebauten Geisel, die - gemessen am gesunden Menschenverstand - ein unerträgliches Maß an Irrwitz darstellt.

Das Publikum im überfüllten Krainerhaus in Graz war ebenso betroffen wie engagiert und Projekte wie "Landkarte für eine GVO-freie Steiermark" www.ernte-steiermark.at oder "Machen sie ihre Gemeinde gentechnikfrei !" von der AGG (Aktionsgemeinschaft gegen Agro-Gentechnik und für natürliches Wirtschaften" info@gentechnik-expertenforum.at zeigen, dass die Steiermark auf dem richtigen Weg ist.

Demnächst wird er in Berlin eine Gegen-Pressekonferenz anläßlich einer vom deutschen Landwirtschaftsministers einberufenen Tagung bezüglich GVO, geben.
Unfaßbarerweise wurden zu dieser Tagung, neben einigen Agrarministern aus aller Welt, ausschließlich Gen-Befürworter geladen. 1996 wurde in Kanada die Erlaubnis zum Anbau von vier GVO-Pflanzen erteilt : Raps, Soja, Mais und Baumwolle. Damals stand die kanadische Regierung hinter dem Projekt und propagierte es.

Das Ergebnis: Heute gibt es in ganz Kanada weder gentechfreien Raps noch Soja. Es wurden auch keine weiteren GVO-Pflanzen zum Anbau zugelassen. Die kanadische Bevölkerung ist erwacht - auch mit Hilfe von Informationsschienen der
verschiedenen Kirchen, die sich bezüglich GVO einig waren und im Sinne der Schöpfungsverantwortung dagegen Front machten. Trotzdem gibt es in ganz Kanada (man bedenke die Größe dieses Riesenlandes) heute keinen natürlichen Raps und kein natürliches Soja mehr. Eine Entwicklung, die auf die Verantwortung der sogenannten politischen "Volksvertreter" des Landes Kananda geht, die in Wahrheit offensichtlich Konzernvertreter sind oder es zumindest damals waren. Eine aufgeklärte Öffentlichkeit kann vor diesen Mißständen die Augen nicht verschließen und muß sich zu vernünftigem Handeln aufraffen. Tut sie dies nicht - geht sie unter.



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GastautorIn: Daniel Hackenberg für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / holler /