oekostrom AG: Mit Kapitalerhöhung wird weiterer großer Wachstumsschritt begonnen

Erhöhung der Kraftwerkskapazitäten primäres Ziel, Ökostrom wird immer konkurenzfähiger

© oekostrom AG - www.oekostrom.at
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Gestern am 12. Juni 2006 fand im Technischen Museum in Wien der 8. ordentliche Hauptversammlung der oekostrom AG statt. Aber nur bei der Führung durch das Museum unmittelbar vor der Aktionärsversammlung und beim Lagebericht ging es um die Vergangenheit der Energieversorgung, zentrales Thema der Hauptversammlung war aber die Zukunft der oekostrom AG und die Zukunft der Energieversorgung. Die Energiewende ist unumgänglich und die oekostrom AG ist führend am Umbau der Energieversorgung beteiligt.

Mag. Peter Molner, Geschäftsführer der oekostrom Vertriebs GmbH, berichtete über den Stromvertrieb, der auf einen Umsatz von 7,1 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Vor allem konnten unter anderem mit dem Umweltbundesamt und dem Umweltministerium prominente Kunden gewonnen werden und der Grünstrombereich stark ausgebaut werden. Die Strompreissteigerungen haben aber auch vor der oekostrom AG nicht Halt gemacht und so musste für Ausgleichsenergie mehr bezahlt werden, als ursprünglich angenommen wurde, so dass das Betriebsergebnis des Stromvertriebes nicht leicht positiv sondern mit -19.000 Euro leicht negativ ausgefallen ist. Dem soll aber in Zukunft mit mehr Kraftwerkskapazitäten entgegengewirkt werden. Durch den weiteren Ausbau des Stromabsatzes ist damit das Erreichen der Gewinnzone bald absehbar.

Verdopplung des Eigenkapitals durch Kapitalerhöhung für rasches Wachstum

Vorstand Mag. Ulfert Höhne berichtete über die Aktivitäten beim Kraftwerksbau, neben Windkraftprojekten konnten auch Biogas- und Kleinwasserkraftwerksprojekte umgesetzt werden, an denen die oekostrom AG maßgeblich beteiligt ist. Auf Grund der schlechten Bedingungen durch das neue Ökostromgesetz in Österreich hat man in der oekostrom AG sofort reagiert und prüft nun vermehrt Projekte im Ausland. Dabei könnten schon bald die nächsten Windparks in Tschechien und Ungarn errichtet werden. In den nächsten Jahren strebt die oekostrom AG ein massives Wachstum an, bei dem vor allem die Erzeugungskapazitäten erhöht werden sollen. Mit einer Verdopplung des Eigenkapitals durch die Ausgabe neuer Namensaktien soll die oekostrom AG deutlich schneller wachsen als in den vergangen Jahren. Die Errichtung von über 100 MW an neuer Kraftwerksleistung wird in den nächsten Jahren angestrebt, auch wenn sich dies in Österreich im Moment nicht umsetzen lässt. ‘Die internationalen Rahmenbedingungen machen viele Projekte möglich, die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe machen diese notwendig, deshalb werden wir mit der oekostrom AG in eine neue rasante Wachstumsphase eintreten’, so Ulfert Höhne bei der HV.

Aufsichtsrat erweitert

Das letzte Jahr und die kommenden Jahre sind von viel Arbeit, Umstrukturierung und Neuausrichtung in der oekostrom AG geprägt. Die bisherigen Aufsichtsratmitglieder werden der oekostrom AG für diesen weiteren Wachstumsschritt weiter zur Verfügung stehen. Zur Bewältigung der vielen neue Aufgaben aber auch zur Umsetzung vieler neuer Ideen wurde der Aufsichtsrat für diese Wachstumsphase erweitert. Andreas Pasielak, Finanzvorstand der WEB Windenergie AG, Dr. Franz Haimerl, Steuerberater, und Frau Dr. Martha Oberndorfer wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt und werden das Team verstärken.

Neues Geschäftsfeld: Energiespardiensleistungen

Das neue Geschäftsfeld ‘Energiespardiensleistungen’ wurde nun auch offiziell in den Statuten verankert, mit dem Erwerb der oekoplan im Vorjahr wurde ein neues Geschäftsfeld erschlossen, in dem vor allem Energiesparmaßnahmen verkauft werden sollen. ‘Es ist wichtig nicht nur erneuerbare Energie anzubieten sondern auch Maßnahmen zur Einsparung von Energie anzubieten, um die Energiewende zu schaffen, aus diesem Grund halte ich diesen Bereich sehr wichtig’, so Ulfert Höhne bei der Hauptversammlung. Die Übernahme der oekoplan aus dem Konkurs gestaltet sich zur Zeit noch etwas schwierig und ist teilweise Neuland für die oekostrom AG, aber der Vorstand ist davon überzeugt, dass dieses Geschäftsfeld in den nächsten Jahren ein großes Potential hat. Vor allem im öffentlichen Bereich werden in ganz Europa immer mehr Contracting-Modelle angestrebt und umgesetzt. Aber auch für Haushalte, die vor großen Investitionen zurückschrecken ist dieses Modell sehr interessant.



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