Scharfe Kritik an geplantem Ausbau von AKW Mochovce

Glawischnig: Verdopplung des Atomrisikos für Wien inakzeptabel

Scharfe Kritik am geplanten Weiterbau des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce übt Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen. "Bereits die beiden Atommeiler Mochovce 1 und 2 entsprechen nicht westeuropäischen Sicherheitsstandards. Der Fertigbau der Blöcke 3 und 4 würde das Atomrisiko vor allem für Wien und Ostösterreich verdoppeln. Das ist der österreichischen Bevölkerung nicht zuzumuten und inakzeptabel", kritisiert Glawischnig, die darauf hinweist, dass die Slowakei zudem den Strom aus zusätzlichen AKW nicht benötige. "Es geht in erster Linie ums Stromgeschäft des italienischen Eigentümers Enel. Umweltminister Pröll wäre gut beraten, umgehend auf höchster Ebene den offiziellen Protest der österreichischen Bundesregierung einzulegen", so Glawischnig.

Das AKW Mochovce weist gravierende Sicherheitsmängel auf. Ein nicht auszuschließender Unfall hätte schwerwiegenden Folgen auf den Großraum Wien. Hauptmängel des AKW sind die fehlende Schutzhülle, die unzureichende Sicherheit des Reaktordruckbehälters und die fehlende Sicherheit bei Erdbeben und Flugzeugabstürzen. Mochovce ist sowjetischer Bauart und mit dem aus Sicherheitsgründen eingestellten AKW Greifswald in Ostdeutschland vergleichbar, so Glawischnig abschließend.



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Diese Meldung wurde von der OÖ Stop Temelin Vereinigung zur Verfügung gestellt.

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