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Mühlviertler Familie lagerte radioaktives Brennholz aus Tschechien

Messungen mit einem Geigerzähler durch den Zivilschutzverband hatten ergeben, dass das Holz leicht radioaktiv verstrahlt ist

Eine Familie hat im Mühlviertel in Oberösterreich radioaktiv verstrahltes Brennholz gelagert. Wie die "Freistädter Rundschau" in ihrer Donnerstag-Ausgabe berichtete, sei das Holz in Tschechien gekauft worden. Da jedoch im Winter kein Schnee darauf liegen geblieben war, wurde ein Strahlentest durchgeführt. Die Werte waren allerdings gering.

Die Mühlviertler Familie kaufte das billige Brennholz in Tschechien und schlichtete es im Garten neben dem eigenen Holz auf. Stutzig wurde sie, als im Winter auf den "importierten" Scheiten kein Schnee liegen blieb. Messungen mit einem Geigerzähler durch den Zivilschutzverband hätten ergeben, dass das Holz radioaktiv verstrahlt sei, so die Zeitung.

An eine wirkliche Gefahr würden Strahlenexperten nicht glauben. Die Werte dürften nicht so hoch sein, dass sie Auswirkungen hätten. Zudem könne nur die Rinde verstrahlt sein, Holz selber nehme keine Radioaktivität auf. Bisher sei es noch nie vorgekommen, dass die Grenzwerte so weit überschritten wurden, dass wirklich von Gefahr gesprochen werden konnte. Das Holz stamme vermutlich nicht aus Tschechien, sondern aus der Tschernobyl-Region, berichtete die "Rundschau".

Laut Gendarmerie werden am Bahnhof Summerau regelmäßig Eisen-Lieferungen mit einem Geigerzähler auf radioaktive Verstrahlung untersucht. Nicht nur einmal sei es vorgekommen, dass ganze Waggons mit verstrahltem Eisen - meist Stahlabfall aus Nuklearanlagen - zurückgeschickt worden seien. Weil Messungen von privaten Lieferungen auf dem Landweg nur sporadisch durchgeführt werden könnten, dürfe das Gefahrenpotenzial auch hier nicht unterschätzt werden.

Quelle: APA Erschienen am 20.04.2005



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Diese Meldung wurde von der OÖ Stop Temelin Vereinigung zur Verfügung gestellt.

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