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75. Störfall: Stopp and Go Reaktor in Temelin wieder außer Betrieb

Erlösausfall diesmal von über 3 Millionen Euro - Temelin beweist wieder seine Unsicherheit

Keine drei Wochen sind seit dem Austritt des Kühlwassers in Block II vergangen. Am Sonntag zwang nun ein erneuter Defekt die Betreiber von Temelin Block 2 runter zufahren. Die Ursache liegt im nichtnuklearen Teil bei der Kühlung des Generators für Block 2. Es muss ein Teil ausgetauscht werden. Die Reparatur benötigt voraussichtlich vier Tage.

‘Den Schaden von drei Millionen Euro an Erlösausfall wird der Störfall diesmal kosten wird, muss der Stromkunde in Tschechien zahlen, das Risiko eines Gaus beim Störfallreaktor in Temelin haben wir jedoch in ganz Europa’, daher erwartet der Obmann von Stop Temelin, Mag. Josef Neumüller endlich eine Protestnote von der Österreichischen Bundesregierung die energisch das AUS für Temelin einfordert oder zumindest die Einforderungen von Garantien für die Umsetzung der unbedingt notwendigen Sicherheitsnachbesserungen die im ‘Schwarzbuch’ von internationalen Experten festgestellt wurden.

Schreckgespenst Temelin – Antiatomarer Winterschlaf der Österreichische Bundesregierung

Trotz des 75. Störfalls behaupten die Betreiber Temelin gehört zu den sichersten, zuverlässigsten Kraftwerken der Welt, während sich die österreichische Regierung im antiatomaren Winterschlaf befindet.
’Temelin ist und bleibt ein Schreckgespenst und man darf gespannt sein, welche negativen Überraschungen dieses AKW noch zu bieten hat’, meint Christine Wurm von der Org. "Sonne + Freiheit".

‘Ein Glück für die tschechische Stromversorgung, dass sie nicht auf das AKW Temelin angewiesen ist! Als Rechtfertigung für die Notwendigkeit dieses Kraftwerks hieß es immer wieder, ohne Temelin würden `die Lichter ausgehen` - dabei scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein!’, meint die Obfrau der Freistädter Mütter gegen Atomgefahr und sieht es als erstaunlich, wieviel Geld sich die Tschechen dieses peinliche Prestigeobjekt noch kosten lassen werden.

Umweltminister Pröll hält sich nicht an seine Zusagen

Unverständlich ist, dass Umweltminister Pröll sich nicht an seine Zusagen hält: Weder den in Aussicht gestellten Österreich-Temelin-Gipfel mit den NGOs will er abhalten noch die am 19. November zugesagten Briefe nach Tschechien schicken, in denen er von der Regierung in Prag eine Stellungnahme einholen soll, wie nach der Bewilligung für den kommerziellen Betrieb durch das tschechische Staatsamt für Kernsicherheit (SUJB) überhaupt noch Sicherheitsnachbesserungen von CEZ eingefordert werden
können.

"Ein Jahr in Temelin endet mit einem Störfall und beginnt mit einem weiteren Störfall.Wer wird endlich die Verantwortung übernehmen und diesen Tanz auf dem Vulkan beenden?", fragt Mathilde Halla von der OÖ Plattform-Atomstopp international.



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Diese Meldung wurde von der OÖ Stop Temelin Vereinigung zur Verfügung gestellt.

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